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Studien zum Stillen in der Schweiz

BFHI 
 © Schweizerische Stillstiftung

 

Neupositionierung des BFHI-Labels in der Schweiz

Mit der Neupositionierung des Labels «Baby Freundliches Spital» will UNICEF Schweiz die Errungenschaften der «Baby-Friendly Hospital Initiative» (BFHI) weiter stärken und die Zusammenarbeit mit den Geburtskliniken verbessern.

Die BFHI hat in der Schweiz viel bewegt: Die Stilldauer sowie die Stillhäufigkeit konnte deutlich gesteigert werden. Auf Grund verschiedener kritischer Rückmeldungen und der sich verändernden Situation im Gesundheitswesen gab UNICEF Schweiz 2009 eine Standortbestimmung in Auftrag mit dem Ziel, das BFHI-Label neu zu positionieren. Die Neupositionierung soll dessen positive Auswirkung auf das Stillen in der Schweiz weiter stärken.

Gemäss der Studie haben die Initiative und die klaren Vorgaben auf der Basis der zehn Schritte das Qualitätsmanagement der Geburtskliniken sowohl im Hinblick auf die Stillfreundlichkeit als auch insgesamt hinsichtlich Mutter-, Kind- und Familienfreundlichkeit sehr positiv beeinflusst. Das einheitliche Qualitätsmanagement auf hohem Niveau ist eine der Hauptmotivation, das Qualitätsmanagement im Sinne der zehn Schritte fortzuführen.

Die Spitäler wünschen sich jedoch für die Überprüfung und Bewertung ihrer Umsetzung der zehn Schritte eine stärkere Gewichtung der Prozesse. Zudem wünschen sie sich mehr Begleitung und Austausch mit den zuständigen Stellen.

Die Einführung von Fallpauschalen in den Spitälern wird ausserdem dazu führen, dass Frauen früher nach Hause entlassen werden. In diesem Zusammenhang wurde von den befragten Geburtskliniken die Gestaltung des Übergangs vom Wochenbett in die ambulanten Strukturen und deren Qualität besonders hervorgehoben.


Für Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an:

Dr. med. Cornelia Conzelmann
Schweizerisches Komitee für UNICEF
Baumackerstrasse 24
8050 Zürich
078 897 22 75
cfconzelmann@bluewin.ch

Säuglingsernährung in der Schweiz

In der Schweiz wurde letztmals im 2003 eine gesamtschweizerische Studie zum Stillen durchgeführt. 94% der befragten Frauen begannen zu stillen, jedoch nur ein Fünftel aller Kinder wurden 6 Monate voll gestillt. Kinder, welche in einer als babyfreundlich zertifizierten Geburtsklinik (s.u.) zur Welt kamen, wurden länger gestillt als Kinder, die in einer Klinik ohne Label geboren wurden. Sozioökonomische Faktoren, Geburtsvorgang und Lebensstil beeinflussten die Stilldauer: Mit einer längeren Stilldauer assoziiert waren höheres Alter, ein höherer sozioökonomischer Status der Mutter eine vaginale Geburt ohne regionale Anästhesie. Mit einer verkürzten Stilldauer assoziiert waren Rauchen, die Einnahme von Kontrazeptiva, Übergewicht, die Wiederaufnahme der Arbeit, Migrationsstatus sowie eine operative Geburt.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie am Seitenanfang als PDF herunterladen (Säuglingsernährung in der Schweiz 2003).