Hunger - das stille Drama
127 Millionen Kinder in Entwicklungsländern sind untergewichtig. Sie haben nicht ausreichend zu essen, um ihren täglichen Bedarf an Nährstoffen zu decken. Chronische Mängelernährung schwächt die Kinder konstant und verunmöglich eine normale körperliche und geistige Entwicklung. 195 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind unterentwickelt. Sie haben keine Chance, diesen Rückstand je wieder aufzuholen.
Die Situation

Hunger schädigt insbesondere Kinder ganz langsam. Er schwächt sie, stumpft den Intellekt ab, macht sie krank. Im Zentrum steht dabei (mit Ausnahme von Krisengebieten, Hungersnöten und Wasserknappheit) nicht unbedingt die fehlende Menge an Nahrung, dies liesse sich mittels Abgabe von Lebensmitteln verhältnismässig rasch und einfach entschärfen. Sehr viel tückischer ist chronische Mangelernährung. Ein Mangel an Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen in Kombination mit ungenügender Hygiene, knappem Essen und verschmutztem Wasser schwächt die Widerstandskraft der Kinder auf Dauer.
Jedes dritte Kind, das stirbt, stirbt an den Folgen von Mangelernährung.
Unzureichende Ernährung und Krankheit bilden eine tödliche Spirale: Selbst ein nur leicht mangelernährtes Kind ist wesentlich anfälliger für Atemwegserkrankungen, Durchfall oder Masern. Die häufigen Krankheiten wiederum verschlechtern den allgemeinen Gesundheitszustand.
Vor allem Kinder unter zwei Jahren sind gefährdet, irreversibel geschädigt zu werden. Diese Gefahr ist für Kinder in ländlichen Gebieten 1,5-mal so gross wie für Stadtkinder. Kinder aus ärmeren Familien sind sogar doppelt so gefährdet wie ihre Altersgenossen aus wohlhabenderen Familien.
Frühes Stillen der Kinder kann die Sterblichkeitsrate um bis zu 20 Prozent senken – dennoch werden durchschnittlich nur 44 Prozent der Neugeborenen in Entwicklungsländern sofort nach der Geburt an die Brust der Mutter gelegt. Nur 36 Prozent der Babys werden während sechs Monaten ausschliesslich gestillt.
So hilft UNICEF

UNICEF setzt sich dafür ein, dass Mangelernährung bei Kindern erkannt und bekämpft wird.
- In von UNICEF unterstützten Gesundheitszentren werden Säuglinge regelmäßig gemessen und gewogen, um drohende Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen.
- UNICEF setzt sich für eine Anreicherung von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mehl und Salz mit Iod, Eisen, Folsäure, Vitamin A und Zink ein.
- Von UNICEF ausgebildete Helfer informieren Eltern über einfache Wege, die Ernährung ihrer Kinder mit einfachen, kostengünstigen Mitteln zu verbessern – zum Beispiel durch nährstoffreiche Gemüsesorten oder Eier.
- UNICEF verteilt Zusatznahrung und Vitamin A-Kapseln.
- UNICEF ist in Krisenregionen vor Ort und kümmert sich um die Versorgung der Kinder.
- UNICEF unterstützt 24-Stunden-Ernährungszentren für schwer unterernährte Kinder, liefert Spezialnahrung und therapeutische Nahrung, verteilt Vitamine und Mineralstoffe und versorgt Waisenkinder mit Nahrungsmittel.
- UNICEF stärkt und unterstützt werdende Mütter. Dazu gehört eine dezentrale Gesundheitsvorsorge ebenso wie Informationen rund um Ernährung, Gesundheit und Stillen. Viele Mütter wissen nicht, dass Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe enthält und zudem das Immunsystem stärkt - was bei einem Leben unter erschwerten Bedingungen von entscheidender Bedeutung ist.
- Zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat UNICEF 1991 die «Baby Friendly Hospital Initiative» ins Leben gerufen, welche das Stillen in Kliniken fördert.
Helfen auch Sie!

Mit Ihrer Spende helfen Sie, dass Kinder ausreichend und ausgewogen ernährt werden. Die Gesundheit von Kindern ist ein Kapital für alle.
Danke.








