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Weil sie Mädchen sind

Gleichberechtigung  ist ein grundlegendes humanitäres Prinzip.  
 © UNICEF/NYHQ2006-1950/Pietrasik Tom
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«Wir versteckten uns in der Moschee als zwei Rebellen in ziviler Kleidung eintraten. Mit ihren Taschenlampen leuchteten sie uns an, bedrohten uns mit ihren Waffen und sagten: „Wir suchen junge Mädchen – Jungfrauen.“» (Opfer aus Sierra Leone)

Die Situation

She was married at 14, but her husband abandoned her when she became pregnant

Die Gleichberechtigung von Mädchen und Buben ist ein grundlegendes humanitäres Prinzip. Trotzdem erleben Millionen von Mädchen täglich, was es heisst kein Junge zu sein: Sie werden systematisch vernachlässigt, geschlagen, beschnitten, vergewaltigt, zwangsverheiratet, umgebracht, in die Prostitution oder Sklaverei getrieben. Oder sie kommen erst gar nicht zur Welt, da weibliche Föten gezielt abgetrieben werden.

 

Weltweit fehlen gemäss Schätzungen von UNICEF rund 100 Millionen Mädchen und Frauen. Sie leben nicht mehr, weil sie weiblich sind. Geschlechtsspezifische Gewalt findet überall statt, zu Hause, in der Öffentlichkeit, in Schulen, auf dem Feld, in Flüchtlingslagern und in Kriegsgebieten.

A 14-year-old girl was sexually abused and is now pregnant.

Alleine durch bewaffnete Konflikte starben in den letzten zehn Jahren gemäss Schätzungen von UNICEF bis zu zwei Millionen Kinder. Viele brutale Kriegstaktiken, darunter die systematische Vergewaltigung und Verstümmelung, die vorsätzliche Verbreitung von HIV oder die Zwangsrekrutierung von Buben und Mädchen, führen zu schwerwiegenden, lebenslänglichen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen.

Betroffene Mädchen ziehen ungewollte Kinder auf, leiden unter Infektionen, Fisteln oder Sterilität, während die Täter unbehelligt davon kommen. Sexuelle Gewalt ist vielerorts allgegenwärtig, wird toleriert und kaum strafrechtlich verfolgt. Anstelle von Schutz und Unterstützung erfahren einige Opfer von ihren Familien erneut Gewalt. Diese reicht vom Familienausschluss bis hin zum Ehrenmord.

 

Ein grosses Risiko liegt auch in Kinderehen. Schätzungsweise 82 Millionen Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren sind weltweit zwangsverheiratet. Diese Mädchen sind häufig häuslicher Gewalt ausgesetzt. Viele von ihnen sterben unter der Geburt, da sie viel zu früh schwanger werden.

So hilft UNICEF

A woman holds her sleeping baby and his newly issued birth certificate

UNICEF unterstützt weltweit Programme und Projekte, die auf die Stärkung von Mädchen hinarbeiten:

  • UNICEF sensibilisiert staatliche und lokale Behörden sowie Entscheidungsträger in Bezug auf Menschenrechte und bindet diese in Projekte ein, mit dem Ziel, einen sozialen Wandel zu Gunsten der Frauen und Mädchen herbeizuführen.
  • UNICEF setzt sich für die Geburtenregistrierung der Mädchen ein, ein elementares Grundrecht, das die Staatszugehörigkeit sowie das Alter festhält.
  • UNICEF lancierte in 25 Ländern die Initiative «Mädchen in die Schule», wie beispielsweise die «Girls Camps» in Indien, um eine zu frühe Verheiratung zu verhindern.
  • UNICEF unterstützt Organisationen wie «Heal Africa» in der Demokratischen Republik Kongo, die vergewaltigte Mädchen ganzheitlich, medizinisch und psychosozial betreut.
     

 

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