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Leben mit verlorenem Gesicht

Junges Säureopfer in Bangladesch 
 © UNICEF
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Säure ist eine ätzende Flüssigkeit. Sie brennt Löcher in Holz und zersetzt Metalle. In Bangladesch ist Säure spottbillig. Ein Glas kostet umgerechnet rund 10 Rappen. Und das genügt schon, um ein Leben zu zerstören. Immer mehr Männer rächen sich für einen abgelehnten Heiratsantrag oder eine sexuelle Zurückweisung mit einem derart grausamen Attentat: Sie schleudern ein Glas Säure ins Gesicht der jungen Frau. Sie hat keine Chance. Innert Sekunden zerfrisst die Säure die Haut, zerstört Mund, Augen und Ohren.

Die meisten Opfer sind zwischen 12 und 25 Jahren alt. In den letzten Jahren ist diese schreck- liche Form von Gewalt gegen Frauen in Bangladesch regelrecht in Mode gekommen. Unter- dessen werden immer häufiger auch Familienstreitigkeiten und Händel um Land mit Säure- attacken ausgetragen. Wurden noch 1996 weniger als 50 Fälle gemeldet, waren es 1999 bereits über 200 und im Jahr 2004 gar 327. Die Dunkelziffer mag niemand schätzen.

Das tut UNICEF

Alarmiert durch die schreckliche Zunahme der Säure-Attentate haben UNICEF und andere regierungsunabhängige Organisationen in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Säureopfer in Bangladesch ein Hilfsprogramm ins Leben gerufen. Die Stiftung braucht dringend Unter- stützung um die schlimmste Not zu lindern und Säure-Attacken im Vorfeld zu bekämpfen.

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