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Boliviens Mütter und ihre Kinder stärken

Integrated Early Child Development 
 © UNICEF/Bolivia/2006/Oscar Lijerón
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Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Hochland des Andenstaates gehen immer noch nicht alle Kinder zur Schule, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, zu Latrinen und medizinischer Versorgung. UNICEF unterstützt mit dem Projekt «Bancos Comunales» lokale Kleinunternehmer und betreut in Wawa Wasi Mütter und Kinder.

Die Situation

UNICEF engagiert sich vor allem in ländlichen Gebieten.

Bolivien holt wirtschaftlich Schritt für Schritt auf, ist aber immer noch das ärmste Land Südamerikas. Der Andenstaat hat in den letzten 20 Jahren viel für die Kinder getan. Die Kindersterblichkeit sank um 55 %. Mittlerweile wird jedes dritte Kind ins Geburtsregister eingetragen und 78 % der Kinder schliessen die Primarschule ab.

Dennoch bleibt die Armut insbesondere in ländlichen Regionen weit verbreitet. Nur 22 Prozent der Bolivianerinnen und Bolivier auf dem Land haben Zugang zu Latrinen und nur 69 Prozent verfügen über sauberes Trinkwasser. Zahlreiche Bauern können weder lesen noch schreiben und im Hochland gehen immer noch nicht alle Kinder zur Schule.

Etwa 72 % der Bevölkerung zählen zu den «Indigenas». Ihre Muttersprache ist nicht Spanisch, sondern Quechua oder Aymara.

 

Das Projekt

School girls, Bolivia

UNICEF Schweiz unterstützt den Aufbau von Kinderhäusern, den sogenannten Wawa Wasi. Hier werden die Kinder an fünf Tagen während jeweils acht Stunden betreut und gefördert. Sie erhalten drei Mal täglich eine ausgewogene Mahlzeit, werden regelmässig medizinisch untersucht und geimpft.

In den Kinderhäusern wird auch die bilinguale Sprachfertigkeit der indianischen Kinder gestärkt, um ihre Chancen auf einen guten Schulabschluss zu erhöhen.

 
Tagesstätten mit Hort und Kindergarten bereiten die Kinder auf die Schule vor.

Mit Kala Wawa, was übersetzt "Lernen mit der Familie" heisst, setzt UNICEF zudem bei der Weiterbildung der Eltern an. Im Zentrum steht die Alphabetisierung der Frauen. Die Mütter setzen sich aktiv mit Gesundheit, Ernährung und allgemeinen Erziehungsfragen auseinander. Über 80 Prozent der Mütter besuchen diese Programme.

Gefördert wird ausserdem der Bau von Quellfassungen und Latrinen.
In stark abgelegenen Regionen fördert UNICEF mit dem Projekt «Bancos Comunales» die Vergabe von Kleinkrediten insbesondere an Frauen.

 

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Vom Neugeborenen bis zum Teenager - umfassende Hilfe von UNICEF Schweiz.



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