- Am 11. Dezember 1946 gründete die Vollversammlung der Vereinten Nationen ihr Kinderhilfswerk.
- 1947: UNICEF führt auf Anfrage des Skandinavischen Roten Kreuzes die bis dahin grösste internationale Kinderschutzimpfung durch: Millionen Kinder in Europa werden gegen Tuberkulose geimpft.
- 1953: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschliesst den Weltkindertag als Symbol der Unterstützung für die Ziele und Zwecke von UNICEF.
- 1959: Am 13. Juni gründet Dr. Hans Conzett das Schweizerische Komitee für UNICEF, das er bis 1988 präsidiert.
- 1965: UNICEF erhält den Friedensnobelpreis.
- 1967: UNICEF leistet umfangreiche Not- und Wiederaufbauhilfe während des Biafrakrieges.
- 1968: Peter Ustinov wird zum UNICEF-Botschafter ernannt.
- 1976: UNICEF verabschiedet sein Konzept der "Grunddienste". Es besagt, dass der Aufbau einer sozialen Grundversorgung in den Sektoren Gesundheit, Ernährung, Wasserversorgung und Bildung in der Entwicklungshilfe Vorrang hat.
- 1979: Das internationale Jahr des Kindes wird zum Ausgangspunkt für die Konvention über die Rechte des Kindes. UNICEF übernimmt die Federführung beim internationalen Nothilfeeinsatz in Kambodscha.
- 1982: UNICEF stellt "GOBI" vor - ein Konzept aus einfachen und kostengünstigen Massnahmen zur Überlebenssicherung von Kindern. Es besteht aus Gewichtskontrollen (G), oraler Rehydratationstherapie gegen Durchfall (O), Stillförderung (B für breastfeeding) und Impfkampagnen gegen die sechs gefährlichsten Kinderkrankheiten (I).
- 1985: UNICEF erreicht in El Salvador eine Feuerpause im Bürgerkrieg. 250'000 Kinder werden in drei Tagen geimpft.
- 1986: Der erste Strassenkinderkongress findet in Brasilien statt. UNICEF unterstützt den Aufbau einer Strassenkinderbewegung in 300 Gemeinden.
- 1987: UNICEF veröffentlicht die Studie "Anpassung mit menschlichem Gesicht". Darin werden die sozialen Folgen der von Weltbank und Internationalem Währungsfonds empfohlenen Strukturanpassungspolitik aufgezeigt und Rücksicht auf die Bedürfnisse und Belange armer Kinder und ihrer Familien angemahnt.
- 1989: Am 20. November nimmt die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Konvention über die Rechte des Kindes an. Darin wird UNICEF die Aufgabe zugewiesen, das neu geschaffene UN-Komitee für die Rechte des Kindes zu unterstützen, über die Umsetzung der Konvention zu berichten und die Regierungen bei der Verwirklichung der Kinderrechte zu beraten.
- 1990: Am 30. September findet in New York der Weltgipfel für Kinder statt. Staats- und Regierungschefs aus 71 Ländern verpflichten sich, Gesundheits- und Nahrungsversorgung sowie Bildungschancen der Kinder bis zum Jahr 2000 entscheidend zu verbessern.
- 1992: UNICEF beginnt mit dem Aufbau und der Durchführung von Programmen in Osteuropa.
- 1993: Seit Beginn der Kämpfe im ehemaligen Jugoslawien leistet UNICEF dort Nothilfe für Kinder und Frauen.
- 1994: Ausbruch des Bürgerkriegs in Ruanda: Innerhalb von drei Monaten werden rund eine Million Menschen getötet, darunter 300'000 Kinder. UNICEF startet den grössten Nothilfeeinsatz in seiner Geschichte.
- 1996: UNICEF feiert sein fünfzigjähriges Bestehen. In der Schweiz steht das Jubiläumsjahr unter dem Motto: "Wir machen Kinder stärker", einer Kampagne, welche die Würde der Kinder, ihre Stärke und ihren Anspruch auf eine bessere Zukunft bewusst machen soll.
- 1997: Der internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen - dazu gehört auch UNICEF - gelingt es, dass rund 120 Staaten das Ottawa-Abkommen für ein vollständiges Verbot von Anti-Personen-Minen unterzeichnen. Für ihr Engagement erhält die Kampagne den Friedensnobelpreis.
- 1999: Das Schweizerische Komitee für UNICEF feiert sein vierzigjähriges Bestehen.
- 2000: Vom 6.-8. September findet der UNO-Milleniums-Gipfel in New York statt. Unter anderem bekräftigt die Staatengemeinschaft ihre Verpflichtung, sich für die Bildung von Mädchen zu engagieren.
- 2002: Vom 8.-10. Mai findet in New York die 2. Sondersession der UNO-Generalversammlung zum Thema Kind statt, bei dem nebst Regierungsvertretern aus 180 Ländern rund 400 Kinder und Jugendliche aus aller Welt teilnehmen. Es wird ein Aktionsplan für eine kindergerechte Welt verabschiedet, bei der neben wirksamen Schutzmassnahmen gegen Kindsmissbrauch, Ausbeutung und Gewalt für den Zeitraum bis 2010 weitere Fortschritte im Kampf gegen Mangelernährung, Kindersterblichkeit und eine kontinuierliche Erhöhung der Einschulungsquoten im Vordergrund stehen. Am so genannten Youth Forum, welches im Vorfeld stattfindet, sind mit Anne-Cathérine Graf aus Genf und Mario Stübi aus Luzern auch zwei Schweizer Jugendliche vertreten.
- 2003: Jenö C. Stähelin, Schweizer Botschafter der ständigen UNO Mission in New York, wird für ein Jahr zum Präsident des Verwaltungsrats von UNICEF gewählt.
- Am 11. Dezember ist die Schweiz erstmals Gastgeberin für die Lancierung des jährlichen UNICEF-Berichts über die “Situation der Kinder in der Welt”. UNICEF-Verwaltungsratspräsident Jenö Staehelin, UNICEF Exekutiv-Direktorin Carol Bellamy und Staatssekretär Franz von Däniken stellen den Bericht 2004 in Bern vor, welcher ein dringender Appell an die Welt enthält, mehr in die Bildung von Mädchen in Entwicklungsländern zu investieren.
- UNICEF unterstützt die Wiedereröffnung von Schulen in Afghanistan und im Irak.
- 2004: Sir Peter Ustinov, Schauspieler, Regisseur und engagierter UNICEF-Botschafter, stirbt am 28. März im Alter von 83 Jahren. Mit ihm verliert UNICEF einen Menschen, der sich während 35 Jahren leidenschaftlich für die Anliegen von Kindern auf der ganzen Welt eingesetzt hat.
- Die Aktion «Sternenwoche» wird zum ersten Mal durchgeführt. Tausende Schweizer Kinder sammeln mit eigenen Ideen und Aktionen Geld für Kinderarbeiter in Bangladesh.
- 2005: Ann Veneman wird neue UNICEF Direktorin.
- Mit 5 Millionen Franken Spendengeldern setzt sich UNICEF für die Bereitstellung von Trinkwasser und den langfristigen Wiederaufbau in den Tsunami-Gebieten ein.
- 2006: UNICEF Schweiz lanciert die Initiative kinderfreundliche Gemeinden. Gemeinden sind eingeladen, ihre Bemühungen zugunsten von Kindern zu überprüfen, ihre Partizipation zu fördern und Verbesserungen zu ihrem Wohlergehen zu stärken.
- Die erste grosse integrierte Kampagne zugunsten der Mädchenbeschneidungs- programme löst über 2 Millionen Franken an Spenden aus. Damit kann UNICEF Schweiz Programme in Burkina Faso, Somalia, Eritrea, Gambia und Ägypten unterstützen sowie die wissenschaftliche Arbeit als Grundlage für die Programmarbeit stärken.
- 2007: Das zweite Rechtsgutachten von Prof. Marcel Niggli zur Strafrelevanz von Mädchenbeschneidung in der Schweiz bestätigt, dass nicht alle Formen von Beschneidung gesetzlich gleich behandelt werden. UNICEF Schweiz fordert einen Strafartikel, der jegliche Mädchenbeschneidung unabhängig vom Typ der Beschneidung verbietet.
- Gemeinsam mit dem Kinderschutz Schweiz beteiligt sich UNICEF Schweiz an der Weiterbildung von Richtern und Polizisten über Kinderhandel.
- 2008: Eine internationale Konferenz zur Überwindung von Mädchenbeschneidung bringt in Bern Akteure aus Entwicklungs- und Migrationsländern zusammen. UNICEF Schweiz finanziert inzwischen Programme gegen Mädchenbeschneidung in acht Ländern.
- «Spielend helfen»: Mit namhafter Unterstützung von Nationale Suisse werden in 27 Schweizer Städten Sponsorenläufe zugunsten der Strassenkinder in Russland durchgeführt.
- Der von UNICEF mitorganisierte Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kinder und Jugendlichen findet vom 25. bis 28. November in Rio de Janeiro statt.
- 2009: UNICEF Schweiz feiert ihr 50-jähriges Bestehen und darf auf eine grosse Leistung zugunsten der Kinder weltweit und in der Schweiz zurückblicken. Sie wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen Menschen, die UNICEF geprägt, gefordert und gefördert, die Zeichen der Zeit erkannt und rechtzeitig auf diese reagiert haben.





