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Gleiche Entwicklungschancen für alle Kleinkinder Boliviens

In Bolivien leiden 18 Prozent der Kleinkinder an chronischer Mangelernährung. Betroffen sind vor allem Buben und Mädchen indigener Volksgruppen aus ländlichen Gegenden. Neben den Programmen zur interkulturellen frühkindlichen Entwicklung sorgt UNICEF verstärkt dafür, dass Kleinkinder in ihren ersten tausend Lebenstagen die wichtigsten Nährstoffe erhalten.

Die Situation

Die Chancenunterschiede, mit denen Buben und Mädchen ins Leben starten, sind in Bolivien noch immer gross. Kinder aus armutsbetroffenen, indigenen Familien, die auf dem Land leben, haben es um ein Vielfaches schwerer. So ist Mangelernährung bei Kleinkindern in den abgelegenen Gebieten der Andenregion ein besorgniserregendes Thema: 33,6 Prozent der unter 5-Jährigen leiden unter teilweise gravierenden Entwicklungsverzögerungen. Auch Blutarmut ist in diesen Gebieten bei den 3- bis 59-monatigen Kleinkindern mit 82,5 Prozent weit verbreitet.

Diesen Kindern fehlen wichtige Mikronährstoffe: Vitamin A oder D beispielsweise, Kalzium, Eisen, Jod oder Folsäure. Chronisches Fehlen dieser Nährstoffe führt zu einem Phänomen, das als «versteckter Hunger» bezeichnet wird: Die schädlichen Folgen zeigen sich nicht unmittelbar, sondern erst nach und nach – und leider oft erst dann, wenn die Schäden nicht mehr gutzumachen sind. Tausende von Kindern leiden unter einem geschwächten Immunsystem, Infektionen, kognitiven Verzögerungen, verminderter Lernkapazität, Konzentrationsproblemen. Oftmals stammen sie aus Familien, in denen die Mütter bereits ein ähnliches Schicksal erlitten.

So hilft UNICEF

In enger Kooperation mit dem Bildungs- und Gesundheitsministerium Boliviens erarbeitet UNICEF Strategien zur Prävention und Behandlung von Mangelernährung und zum landesweiten Einsatz eines Ernährungs-Überwachungssystems. Die Programmarbeit konzentriert sich auf schwangere Frauen, stillende Mütter und Kleinkinder und somit auf die wichtigen ersten 1000 Lebenstage. UNICEF sensibilisiert Mütter und informiert darüber, wie wichtig eine gute, ausgewogene Ernährung sowie die Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralien ist und wie wertvoll es ist, Babys in den ersten sechs Monaten zu stillen.

Die Programme von UNICEF sind eine Investition ins ganze Leben: Denn gesunde, gut genährte Kinder sind besser fähig, sich auf die Schule zu konzentrieren und ihr Potenzial auszuschöpfen; und Mädchen mit einer soliden Schulbildung werden häufig erst später selbst Mütter und verfügen eher über das Wissen, was es für ein gesundes Aufwachsen ihrer Kinder braucht.

Hand in Hand laufen die bewährten Programme in frühkindlicher Entwicklung, die im letzten Jahr gute Resultate erzielten. Als besonders wirksam erweist sich der zweisprachige Unterricht für Kinder indigener Volksgruppen. Mit dem von UNICEF entwickelten «Bilingual Intercultural Education Programme for the Amazon» werden inzwischen Tausende Kinder erreicht, die von Bildungsmassnahmen bis vor Kurzem komplett ausgeschlossen waren.

 

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