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Versteckten Hunger stoppen

Weltweit leidet fast jedes vierte Kind an Hunger. In den Entwicklungsländern sind rund 16 Millionen Kinder unter fünf Jahren schwer untergewichtig. Chronische Mangelernährung in den ersten tausend Lebenstagen führt zu irreversiblen Entwicklungsstörungen. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Mangelernährung bei Kindern erkannt und bekämpft wird.

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Ein mangelernährter 6-monatiger Junge wird von seiner Mutter mit therapeutischer Milch gefüttert.
Die Situation

Ständiger Hunger ist heimtückisch. Er schädigt langsam: Lange bevor Mangelernährung sichtbar wird, ist die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes beeinträchtigt. Dabei führt falsche Ernährung weit häufiger zu chronischer Mangelernährung als zu wenig Essen. 156 Millionen Kinder sind weltweit wegen «versteckten Hungers» unterentwickelt. Die Ursachen dafür liegen in Armut, Naturkatastrophen, Kriegen oder ungenügenden Kenntnissen. Ein Mangel an Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen in Kombination mit ungenügender Hygiene, Parasiten, knappem Essen und verschmutztem Wasser schwächt die Widerstandskraft der Kinder auf Dauer.

Unzureichende Ernährung und Krankheit bilden eine tödliche Spirale: Selbst ein nur leicht mangelernährtes Kind ist wesentlich anfälliger für Lungenentzündungen, Durchfall, Malaria oder Masern. Vor allem Kinder unter zwei Jahren sind gefährdet, irreversibel geschädigt zu werden. Chronisch mangelernährte Kinder können ihr Potenzial nicht voll entfalten, und aus einer ungerechten Startchance ergibt sich eine lebenslange Benachteiligung.

Frühes Stillen senkt die Sterblichkeitsrate
Durchschnittlich werden nur 45 Prozent der Neugeborenen sofort nach der Geburt an die Brust der Mutter gelegt, und nur 43 Prozent der Babys werden während sechs Monaten ausschliesslich gestillt. Dabei kann das frühe Stillen die Sterblichkeitsrate um bis zu 20 Prozent senken. Nicht gestillte Kinder sind einem 14-fach höheren Risiko ausgesetzt, an Atemwegs- und Durchfallerkrankungen zu sterben, als gestillte.

Weitere Informationen sowie aktuelle Zahlen finden Sie hier.

So hilft UNICEF

UNICEF setzt sich entschieden gegen Hunger und Mangelernährung ein und verwendet dabei neben altbewährten auch neue, innovative Methoden.

  • UNICEF setzt sich dafür ein, dass Mangelernährung bei Kindern erkannt und bekämpft wird: Das Kinderhilfswerk unterstützt Gesundheitszentren, in denen Säuglinge regelmässig gemessen und gewogen werden.
  • UNICEF setzt sich für eine Anreicherung von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mehl und Salz mit Iod, Eisen, Folsäure, Vitamin A und Zink ein.
  • Von UNICEF ausgebildete Helfer informieren Eltern über Wege, die Ernährung ihrer Kinder mit einfachen und kostengünstigen Mitteln zu verbessern – zum Beispiel durch nährstoffreiche Gemüsesorten oder Eier.
  • In Krisenregionen kümmert sich UNICEF um die Versorgung der Kinder mit lebensrettender Spezialnahrung.
  • UNICEF sorgt für sauberes Wasser, sanitäre Anlagen und informiert über einfache, aber wirksame Hygienemassnahmen. 
  • UNICEF unterstützt innovative Projekte wie Rapid SMS, um Mangelernährung zu erfassen und schneller darauf reagieren zu können.
  • UNICEF unterstützt rund um die Uhr geöffnete Ernährungszentren für schwer unterernährte Kinder, liefert Spezial- und therapeutische Nahrung, verteilt Vitamine und Mineralstoffe und versorgt gezielt Waisenkinder mit Nahrungsmitteln.
  • UNICEF unterstützt werdende Mütter mit einer dezentralen Gesundheitsvorsorge ebenso wie mit Informationen rund um Ernährung, Gesundheit und Stillen. Viele Mütter wissen nicht, dass Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe enthält und zudem das Immunsystem stärkt.
  • Zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat UNICEF 1991 die «Baby Friendly Hospital Initiative» ins Leben gerufen, die das Stillen in Kliniken fördert.
Fact Sheet: Hunger - das stille Drama (2016)
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