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Mädchenbildung in Indien

Kinder aus Indiens tiefster Kaste sind von Geburt an benachteiligt. Sie sind von vielem ausgeschlossen – auch von der Primarschule. Vielfach müssen sie im Haushalt oder auf dem Feld mithelfen. Um ihre Familien zu entlasten, werden sie zudem oft früh verheiratet.

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Die Situation

Das indische Kastenwesen kennt vier Hauptkasten. Unter der tiefsten Kaste stehen die Dalits, oft als «Unberührbare» beziehungsweise «Kastenlose» bezeichnet. Nach der jüngsten Volkszählung aus dem Jahr 2011 sind 16,6 Prozent der über 1,3 Milliarden Menschen zählenden indischen Bevölkerung Dalits. Bis heute sind sie von einem Grossteil des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen – ganz besonders in ländlichen Gebieten. Häufig leben sie in Siedlungen, die von den übrigen Wohngebieten abgetrennt sind. Tempel zu betreten, ist ihnen ebenso verboten, wie Brunnen zu benutzen oder Fahrrad zu fahren, und in Teehäusern wird ihnen verweigert, aus denselben Gläsern zu trinken wie die übrigen Gäste.

Die Schule ist für Kinder tiefer Kasten ein wahrer Hindernislauf. Sie müssen separat sitzen, dürfen die sanitären Anlagen nicht benützen und sind für das Putzen der Schulräume zuständig. Viele der Buben und Mädchen leiden so stark an ihrer Stigmatisierung, dass sie sich weigern, weiter zur Schule zu gehen.

Auch wenn das Gesetz das Arbeiten der unter 14-Jährigen verbietet, werden viele Kinder im Haushalt beschäftigt oder arbeiten in der Landwirtschaft oder Produktion. 35 Prozent der 20- bis 24-jährigen Frauen in Indien sind vor ihrem 18. Lebensjahr Ehefrau und eine Grosszahl unter ihnen bald darauf Mutter geworden.

So hilft UNICEF

Mädchen zu stärken, ihnen Mut zuzusprechen, ihr Leben zu leben, ihr Potenzial auszuschöpfen, ihnen ihre Rechte zu erklären, ihr Selbstvertrauen zu fördern und in ihre Bildung und damit ihre Zukunft zu investieren: Das ist einer der wichtigsten Pfeiler des Engagements von UNICEF in Indien. Denn selbstbewusste Mädchen haben eher die Kraft, sich gegen eine frühe Ehe zu wehren und den Entscheid zu fällen, in der Schule zu bleiben.

UNICEF unterstützt das indische Bildungsministerium seit Jahrzehnten dabei, Grundlagen und Strategien zur Verbesserung der Bildungschancen marginalisierter Mädchen zu erarbeiten. Einerseits geht es darum, Mädchen einzuschulen und in der Schule zu halten; andererseits darum, frühzeitige Schulabgängerinnen wieder in den Bildungsprozess zu integrieren.

Im Bereich Frühehe ist UNICEF speziell im Bundesstaat Rajasthan engagiert. Hier sind rund 60 Prozent der Mädchen unter 18 verheiratet.

 

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