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Mädchenbildung in Indien

In Indien ist knapp die Hälfte der jungen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet. Viele von ihnen stammen aus armen Familien und leiden ein Leben lang an den Folgen der Frühehe. Die Konsequenzen: zu frühe Mutterschaft, komplizierte Schwangerschaften mit gesundheitlichen Problemen, vielfach erfahrene Gewalt in der Ehe, Abbruch des Schulbesuchs. Die Armutsspirale dreht sich damit weiter. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, arbeitet UNICEF eng mit Partnerorganisationen und mit der Regierung zusammen. In erster Linie geht es darum, Mädchen zu stärken und ihren Schulunterricht sicherzustellen.

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L’istruzione femminile in India
Die Situation

47 Prozent Frauen in Indien sind vor ihrem 18. Geburtstag Ehefrau. Die Armut treibt viele Väter und Mütter dazu, ihre Kinder früh zu verheiraten. Damit hoffen Eltern, die Zukunft ihrer Töchter abzusichern. Sie gehen davon aus, dass ihre Mädchen ohnehin kein eigenes Einkommen erwirken können, die Schule somit eine Zeitverschwendung und der Hafen der Ehe am sinnvollsten sei. Je jünger eine Braut, umso tiefer fällt zudem die Mitgift aus. Darüber hinaus werden mit Frühehen auch Bündnisse geschlossen, Schulden beglichen oder Streitigkeiten überwunden. Mädchen werden zu einem Mittel, zu einem Objekt.

Kinderehen lösen einen Teufelskreis an Benachteiligungen aus, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Die Praxis missachtet die grundlegenden Rechte auf Bildung, Entwicklung, Gesundheit. Verheiratete Mädchen brechen die Schule in den meisten Fällen ab – weil sie zu ihren Männern ziehen, künftig ausschliesslich im Haus arbeiten müssen und meistens bald Mutter werden. Das verringert die ohnehin geringen Chancen darauf, je ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, und vergrössert die Abhängigkeit von den Ehemännern.

Kinderbräute werden um ihre Kindheit gebracht, viele leben in sozialer Isolation, sind abgeschnitten von ihren Stammfamilien und Freunden, haben kaum mehr Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder einer unabhängigen Arbeit nachzugehen. Die Gefahr, ausgenützt und missbraucht zu werden, ist gross.

So hilft UNICEF

Mädchen zu stärken, ihnen Mut zuzusprechen, ihr Leben zu leben, ihr Potenzial auszuschöpfen, ihnen ihre Rechte zu erklären, ihr Selbstvertrauen zu fördern und in ihre Bildung und damit ihre Zukunft zu investieren: Das ist einer der hauptsächlichen Pfeiler von UNICEFs Engagement in Indien. Denn Mädchen, deren Selbstbewusstsein gestärkt ist, haben eher die Kraft, sich gegen eine frühe Ehe zu wehren und den Entscheid zu fällen, in der Schule zu bleiben.

Gemeinsam mit der Regierung entwickelt UNICEF Strategien, um Mädchen zu stärken. Mit Erfolg: Im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Rajasthan beispielsweise gelingt es seit Jahren nicht nur, immer mehr Mädchen vor einem frühzeitigen Schulabbruch zu bewahren, sondern darüber hinaus ganze Dorfgemeinschaften dazu zu bringen, die Praxis allzu früher Ehen zu überwinden und dies auch öffentlich zu äussern.

2015 erreichten UNICEFs Kinderschutzmassnahmen knapp 30 000 Mädchen. 75 neue kinderfreundliche Zentren wurden errichtet und über 2000 Sozialarbeiter/-innen zur Thematik weitergebildet, wie Mädchen ihre Stimme einbringen können und Programme auf ihre Bedürfnisse abzustimmen sind.

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