Für Kinder bewegen wir Welten.

Kinderschutz in Brasilien

Im Land der wirtschaftlichen und sozialen Gegensätze wachsen Kinder unter ungleichen Vorzeichen auf. Das Leben in den Favelas und Slums der brasilianischen Städte ist gefährlich, die Verhältnisse sind prekär.

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Areiao-Slum in Sao Paulo
Die Situation

Rund 84 Prozent der 208 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer leben in urbanen Zentren mit enormem sozialem und wirtschaftlichem Gefälle. Zwischen den bessergestellten Quartieren und den Armenvierteln liegen Welten: Hier wachsen Kinder in Sicherheit und mit gut funktionierender Infrastruktur auf und können sich voll entfalten. Da ringen Mädchen und Buben ums Überleben und um das Allernötigste. Eine Perspektive sehen sie kaum.

Banden beherrschen Quartiere, Drogen und ihre verlogene Verheissung einer besseren Welt steigern die Gewaltbereitschaft. Die Kriminalität in den benachteiligten Stadtteilen ist skandalös hoch. Allein die Zahl der Gewalttaten erzählt eine schreckliche Geschichte: 36,5 Prozent der Todesfälle von Jugendlichen in Brasilien sind Mordopfer.

Über 3 Millionen Kinder müssen arbeiten. Trotz grossem Engagement von Regierung und Behörden, gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit vorzugehen, werden Kinder nach wie vor ausgebeutet. Sie arbeiten in gefährlichen, gesundheitsschädigenden und erniedrigenden Jobs wie der Tabakproduktion und im kommerziellen Sexgewerbe. Manche Kinder fallen Menschenhändlern zum Opfer und Familien falschen Versprechungen und Träumen vom schnellen Fussballgeld.

So hilft UNICEF

2008 startete die UNICEF Initiative «Plattform für urbane Zentren» in Rio de Janeiro und São Paulo. 2017, zu Beginn des dritten Zyklus, haben zehn Grossstädte das Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. Zusammen mit städtischen Behörden und Räten zielt die Initiative darauf, sozial und wirtschaftlich benachteiligte Stadtkinder zu unterstützen und für ihre Rechte einzustehen. Dabei nutzen Kinder ihr Mitspracherecht und nehmen Einfluss auf politische Entscheidungen. Bis 2020 setzt die «Plattform für urbane Zentren» weiterhin einen Schwerpunkt auf die Reduktion der Kriminalität. Ein neuer Fokus richtet sich darauf, dass alle Kinder die Schule abschliessen, auf die Rechte von Kleinkindern und auf sexuelle Rechte von Jugendlichen.

Der Kampf gegen die Kriminalität fordert weiterhin heraus. Aber in allen Städten konnten Missstände in mindestens einem Bereich reduziert werden: Zum Beispiel haben in Rio mehr Mädchen Zugang zu Schwangerschaftsuntersuchungen, in Maceió und Manaus kommen deutlich weniger Jugendliche gewaltsam um, die Unterrichtsqualität in Salvador ist besser, und in São Paulo ist es gelungen, jede einzelne Schule mit einen Sportplatz auszustatten.

 

» Factsheet Strassenkinder (2016)
» Formular Projektpatenschaft übernehmen (LSV, DD)

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