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Kinder auf der Flucht

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Kinder auf der Flucht

13 000 Menschen sitzen aktuell an der Grenze zu Griechenland fest. Darunter sind auch viele Kinder. Die meisten Flüchtlinge schlafen trotz Nässe und Kälte unter freiem Himmel. Die Bedingungen sind unzumutbar. Für UNICEF hat der Schutz der Kinder jetzt oberste Priorität.

Die Situation

Seit dem Ausbruch des Konflikts in Syrien ist die Türkei zur Heimat von 3,7 Millionen syrischen Flüchtlingen geworden, zusammen mit Migranten aus anderen Ländern. Die jüngste Gewalteskalation in der Region Idlib und entlang der syrisch-türkischen Grenze hat fast eine Million weitere Menschen dazu gebracht, an die türkische Grenze zu fliehen. Angesichts dieses wachsenden Drucks und der politischen Spannungen hat der türkische Präsident Recep Erdogan die Grenzen Richtung Griechenland und Bulgarien geöffnet und so die neuste Flüchtlingswelle ausgelöst.

Von den mehreren Tausend Menschen, die sich derzeit entlang der türkisch-griechischen Grenze befinden, sind schätzungsweise 40 Prozent Frauen und Kinder.  Sie harren unter schwierigsten Bedingungen im Freien aus und haben kaum Zugang zu sauberem Wasser, genügend Nahrung oder einer Gesundheitsversorgung. Viele Flüchtlingskinder sind von ihren schrecklichen Erlebnissen traumatisiert. Durch die Flucht sind die Mädchen und Buben erschöpft, häufig schlecht ernährt und anfällig für Krankheiten. 

«So gefährdet wie Kinder sind, brauchen sie unterwegs auf der Flucht oder in der Migration dringend Schutz. Kein Kind sollte auf der Suche nach Sicherheit sein Leben oder seine Zukunft riskieren müssen.»

Afshan Khan, UNICEF-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien und Sonderkoordinatorin für die Hilfe für Flüchtlinge und Migranten in Europa.

So hilft UNICEF

UNICEF ist zusammen mit Partnern vor Ort und hat in der Türkei mit dem Verteilen von dringend benötigten Hilfsgütern und Hygieneartikeln begonnen. Wir stellen sauberes Wasser, warme Decken, Seife, Windeln und Feuchttücher zur Verfügung und beobachten die Situation laufend. Mobile Teams sind unterwegs, um besonders hilfebedürftige Kinder und Familien zu unterstützen. Sie helfen ihnen zum Beispiel, bei Gesundheitsproblemen Krankenhäuser aufzusuchen.

Auf den griechischen Inseln und auch auf dem Festland unterstützt UNICEF zusammen mit seinen Partnern die Behörden, Aufnahme- und Betreuungskapazitäten zu erhöhen. In der Nähe des Lagers Moria auf der Insel Lesbos unterstützt UNICEF trotz angespannter Sicherheitslage ein Familienzentrum, in das jeden Tag 350 Kinder und Frauen kommen – die Kapazität soll auf 650 erweitert werden. Auf Bitten lokaler Partner wurden Decken und andere Hilfsgüter beschafft, die am Hafen verteilt werden.