Syria 2019

Nothilfe für syrische Kinder

Spendenbetrag:

Nothilfe für syrische Kinder

Das Leben fast aller syrischen Kinder, ob inner- oder ausserhalb des Landes, ist von Gewalt, Verlust und Vertreibung geprägt. UNICEF setzt alles daran, ihnen trotz allem eine Zukunft zu ermöglichen.

Die Lage in der Provinz Idlib spitzt sich weiter zu. Jeden Tag fliehen Zehntausende aus den umkämpften Gebieten. Die aktuellen Kämpfe haben bereits mehr als eine halbe Million Kinder zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. UNICEF schätzt, dass 1,8 Millionen Kinder im Land dringend auf Hilfe angewiesen sind. Viele wurden bereits mehrmals vertrieben, sind schlecht ernährt und anfällig für Krankheiten. Durch die aktuelle globale Corona-Epidemie verschlechtert sich ihre Situation zunehmends. 

Zusammen mit Partnerorganisationen lässt UNICEF den Geflohenen die dringend benötigte Hilfe zukommen. Diese beinhaltet Hilfsgüter für Wasserreinigung, Hygiene, Gesundheit und Ernährung. 

Fran Equiza, UNICEF Representative in Syria

«Wann werden die Konfliktparteien erkennen, dass sie mit den Kindern auch die Zukunft Syriens töten?»

Fran Equiza, UNICEF Vertreter in Syrien

Syrien liegt nach über neun Jahren Krieg in Trümmern. Ein Grossteil der Infrastruktur ist zerstört, selbst Schulen und Spitäler wurden mit unvorstellbarer Grausamkeit gezielt angegriffen, um die Bevölkerung zu zermürben. Vielerorts fehlt es an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Strom. Auch wo die Kampfhandlungen nachgelassen haben, sterben die Kinder in aller Stille an Krankheiten, die sich unter normalen Umständen problemlos vermeiden oder behandeln liessen.

Der syrische Konflikt ist verantwortlich für die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Fast 6,2 Millionen Syrerinnen und Syrer leben als Vertriebene im eigenen Land. Mehr als 5,6 Millionen, darunter über 2,5 Millionen Kinder, sind in Jordanien, dem Libanon, Ägypten, dem Irak und der Türkei als Flüchtlinge registriert. Sie leben unter oft prekären Umständen in Auffanglagern, dürfen selten einer offiziellen Arbeit nachgehen und sind daher auf Hilfe angewiesen, die die Aufnahmeländer immer weniger leisten können.

der Kinder

60%
in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Kinder

2,1 Mio.
in Syrien gehen nicht zur Schule

Schulen

120
wurden im Jahr 2018 angegriffen

Kinder

3,3 Mio.
sind der Gefahr von Minen ausgesetzt

Trotz der ständigen Gefahr ist UNICEF in Syrien pausenlos für die Kinder und ihre Familien im Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit syrischen NGOs bemüht sich das Kinderhilfswerk, auch die schwer zugänglichen Regionen zu erreichen, wo die Not besonders gross ist.

Auch in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer ist UNICEF präsent und versorgt die Familien mit dem Nötigsten. Dazu gehören unter anderem Kleider, Medikamente und Hygieneartikel, sauberes Wasser und sanitäre Anlagen oder Spezialnahrung für mangelernährte Kinder.

Ein besonderes Augenmerk richtet UNICEF auf die Schulbildung der Kinder, denn viele von ihnen haben seit Jahren keinen Unterricht mehr besucht oder wurden gar nicht erst eingeschult. Allein in Syrien gehen noch immer über 2,1 Millionen Mädchen und Buben nicht zur Schule. Um den Kindern inner- und ausserhalb des Landes eine Ausbildung und damit eine Zukunft zu ermöglichen, hat UNICEF zusammen mit einer Reihe von Partnern die Initiative «No Lost Generation» lanciert, die auch von der Schweizer Regierung unterstützt wird.