Syria 2019

Nothilfe für syrische Kinder

Nothilfe für syrische Kinder

Das Leben fast aller syrischen Kinder, ob inner- oder ausserhalb des Landes, ist von Gewalt, Verlust und Vertreibung geprägt. UNICEF setzt alles daran, ihnen trotz allem eine Zukunft zu ermöglichen.

Wieder ist in Syrien die Gewalt eskaliert: Im Nordosten des Landes flohen Mitte Oktober innert wenigen Tagen Zehntausende Familien aus den umkämpften Gebieten. Trotz Waffenruhe bleibt die Situation prekär. In mehreren Gebieten ist nicht genügend Trinkwasser vorhanden. Viele Kinder wurden bereits mehrmals vertrieben, sind schlecht ernährt und anfällig für Krankheiten. Umso wichtiger ist es, dass sie vor dem kommenden Winter mit warmer Kleidung versorgt werden.

UNICEF ist trotz der Gefahr weiterhin vor Ort und hat in der Grenzstadt Kamischli die Vorräte an Hilfsgütern für Wasserreinigung, Hygiene, Gesundheit und Ernährung aufgestockt. Wo immer es die Sicherheitslage erlaubt, organisiert UNICEF zusammen mit Partnerorganisationen Hilfe.

Bitte unterstützen Sie uns dabei, den Kindern und ihren Familien in dieser neuen Notsituation zu helfen.

CHF

Fran Equiza, UNICEF Representative in Syria

«Wann werden die Konfliktparteien erkennen, dass sie mit den Kindern auch die Zukunft Syriens töten?»

Fran Equiza, UNICEF Vertreter in Syrien

Die Situation

Syrien liegt nach über acht Jahren Krieg in Trümmern. Ein Grossteil der Infrastruktur ist zerstört, selbst Schulen und Spitäler wurden mit unvorstellbarer Grausamkeit gezielt angegriffen, um die Bevölkerung zu zermürben. Vielerorts fehlt es an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Strom. Auch wo die Kampfhandlungen nachgelassen haben, sterben die Kinder in aller Stille an Krankheiten, die sich unter normalen Umständen problemlos vermeiden oder behandeln liessen.

Der syrische Konflikt ist verantwortlich für die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Fast 6,2 Millionen Syrerinnen und Syrer leben als Vertriebene im eigenen Land. Mehr als 5,6 Millionen, darunter über 2,5 Millionen Kinder, sind in Jordanien, dem Libanon, Ägypten, dem Irak und der Türkei als Flüchtlinge registriert. Sie leben unter oft prekären Umständen in Auffanglagern, dürfen selten einer offiziellen Arbeit nachgehen und sind daher auf Hilfe angewiesen, die die Aufnahmeländer immer weniger leisten können.

der Kinder

60%
in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Kinder

2 Mio.
in Syrien gehen nicht zur Schule

Schulen

120
wurden im Jahr 2018 angegriffen

Kinder

3,3 Mio.
sind der Gefahr von Minen ausgesetzt

So hilft UNICEF

Trotz der ständigen Gefahr ist UNICEF in Syrien pausenlos für die Kinder und ihre Familien im Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit syrischen NGOs bemüht sich das Kinderhilfswerk, auch die schwer zugänglichen Regionen zu erreichen, wo die Not besonders gross ist.

Auch in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer ist UNICEF präsent und versorgt die Familien mit dem Nötigsten. Dazu gehören unter anderem Kleider, Medikamente und Hygieneartikel, sauberes Wasser und sanitäre Anlagen oder Spezialnahrung für mangelernährte Kinder.

Ein besonderes Augenmerk richtet UNICEF auf die Schulbildung der Kinder, denn viele von ihnen haben seit Jahren keinen Unterricht mehr besucht oder wurden gar nicht erst eingeschult. Allein in Syrien gehen noch immer über 2 Millionen Mädchen und Buben nicht zur Schule. Um den Kindern inner- und ausserhalb des Landes eine Ausbildung und damit eine Zukunft zu ermöglichen, hat UNICEF zusammen mit einer Reihe von Partnern die Initiative «No Lost Generation» lanciert, die auch von der Schweizer Regierung unterstützt wird.


Helfen Sie uns, den syrischen Kindern eine Zukunft zu schenken. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Spende.

CHF