South Sudan 2019

Überschwemmungen im Südsudan

Überschwemmungen im Südsudan

Fast eine halbe Million Kinder sind von den schweren Überschwemmungen im Südsudan betroffen. Malaria und Durchfallerkrankungen breiten sich aus, während zahlreiche Gesundheitszentren den Betrieb einstellen mussten.


Familien

70 000
mussten vor dem Hochwasser fliehen

Kinder

90 000
können nicht mehr zur Schule gehen

der Gesundheitszentren

90%
im Bundesstaat Jonglei wurden geschlossen.

Die Situation

Aussergewöhnlich starke Regenfälle haben im Südsudan ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Mehr als 900 000 Menschen, darunter schätzungsweise 490 000 Kinder, sind betroffen. Die Regierung hat für fast alle Regionen des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen.

«Es hängt von unserem heutigen Handeln ab, wie lange die Kinder noch unter den Folgen der Überschwemmungen leiden werden, nachdem das Wasser abgeflossen ist.»

Mohamed Ag Ayoya, UNICEF Vertreter im Südsudan

Das Hochwasser hat Dörfer überflutet, Häuser weggespült und Infrastrukturen zerstört. Weil ein Grossteil der Wasserquellen verunreinigt wurde, breiten sich Durchfallerkrankungen aus, die vor allem für kleine Kinder lebensgefährlich sind. Auch die Zahl der Malariafälle steigt laufend an, da sich die Mücken im stehenden Wasser rasch vermehren. Hinzu kommt, dass zahlreiche Gesundheitszentren ihren Betrieb einstellen mussten oder wegen unpassierbarer Strassen nicht erreichbar sind. Viele Eltern finden deshalb keine Hilfe für ihre kranken Kinder.

Die Überschwemmungen verschlimmern die ohnehin dramatische humanitäre Lage im Südsudan. Der Bürgerkrieg hat in den letzten Jahren mehr als 4 Millionen Menschen vertrieben. Über die Hälfte der Bevölkerung leidet unter Nahrungsmittelunsicherheit.

So hilft UNICEF

UNICEF ist dauerhaft im Südsudan präsent und konnte die Hilfe sofort ausweiten. Das Kinderhilfswerk ruft dazu auf, 10 Millionen US-Dollar für die dringendste Soforthilfe bereitzustellen:

  • Zugang zu sauberem Wasser gewährleisten, Hygieneartikel verteilen und sanitäre Anlagen einrichten
  • Schwer akut mangelernährte Kinder behandeln und Entwurmungstabletten verteilen
  • Malaria und Durchfallerkrankungen behandeln und Massnahmen für den Fall einer Cholera-Epidemie treffen
  • Temporäre Lernräume einrichten, Schulmaterial bereitstellen und den Wiederaufbau von Schulen unterstützen
  • Familien zusammenführen und kinderfreundliche Zonen einrichten

Mit Ihrer Spende können wir Kindern im Südsudan helfen, die durch die Überschwemmungen alles verloren haben. Herzlichen Dank.

CHF