Gesundheitsversorgung in Liberia verbessern

Der Ebola-Ausbruch von 2014 traf Liberia besonders hart. Das Gesundheitssystem des Landes stiess an seine Grenzen und brach teilweise zusammen. Heute ist Liberia Ebola-frei. UNICEF unterstützt den Wiederaufbau und die Stärkung des Gesundheitssystems, um auch der armen Landbevölkerung Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Liberia 2015
© UNICEF/UNI199434/Grile

Die Situation

Vierzehn Jahre brutaler Bürgerkrieg haben in Liberia Spuren hinterlassen, die sich nicht von heute auf morgen beseitigen lassen. Trotz grosser Bemühungen der Regierung ist der Wiederaufbau des Landes längst nicht abgeschlossen. Die Bevölkerung ist verarmt, die hygienischen Verhältnisse sind miserabel, und ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jedes zehnte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag aus vermeidbaren Gründen.

Der Ebola-Ausbruch von 2014 traf Liberia besonders hart: Über 10 000 Menschen erkrankten, nahezu die Hälfte von ihnen starb. Das ohnehin mangelhafte Gesundheitssystem des Landes brach in manchen Regionen beinahe zusammen. Dem Personal fehlten Kenntnisse im Umgang mit der Krankheit, in den Dorfgemeinschaften herrschten Misstrauen und Angst vor. Zahlreiche Familien wandten sich an traditionelle private Gesundheitsdienste, was die Kosten weiter in die Höhe trieb und dazu beitrug, dass viele staatliche Einrichtungen geschlossen wurden.

Frauen und Kinder litten am meisten unter der Krise, die weit über Ebola hinausging: Vorgeburtliche Untersuchungen gingen um 43 Prozent zurück, Geburten in Gesundheitszentren um 38 Prozent, Impfungen von Kleinkindern um rund 50 Prozent.

So hilft UNICEF

Seit Januar 2016 gilt Liberia als Ebola-frei. UNICEF konzentriert sich nun auf den Wiederaufbau und die Stärkung des Gesundheitssystems insbesondere in ländlichen Regionen, um der gesamten Bevölkerung Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Im Einzelnen verfolgt UNICEF unter anderem folgende Ziele:

  • Aus- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal
  • Sicherstellung von qualitativ hochwertigen Leistungen
  • Stärkung von Lieferketten und Informationsflüssen
  • Aufbau von Kapazitäten auf der Ebene der Gemeinden und Bezirke
  • Verstärkung des Engagements und der Kontrolle über bestehende lokale Strukturen

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Projekt ist vollständig finanziert und wird derzeit umgesetzt. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.