Hungerkrise in Malawi

Das extreme El-Niño-Ereignis von 2015/16 löste in Malawi eine verheerende Hungerkrise aus. Mit finanzieller Beteiligung von UNICEF Schweiz und Liechtenstein setzt das Kinderhilfswerk derzeit ein Programm um, das die Ernährungssituation von Kleinkindern langfristig verbessert.

Malawi 2016
© UNICEF/UN022636/Chikondi

Die Situation

Alle paar Jahre leiden Teile des afrikanischen Kontinents unter El Niño. Das Wetterphänomen führt abwechselnd zu extremer Trockenheit und sintflutartigen Regenfällen. Das letzte El-Niño-Ereignis von 2015/16 gilt als das stärkste seit Jahrzehnten – und es traf Malawi besonders hart.

Bereits 2014 behinderten lange Trockenperioden und späte Regenfälle die Maisproduktion. Anfang 2015 überfluteten extreme Niederschläge das Land, rissen Häuser, Ernten und Vieh mit sich und zwangen über 230 000 Menschen zur Flucht. Schätzungsweise 3,5 Millionen Kinder waren von der Krise betroffen.

So hilft UNICEF

Mit finanzieller Unterstützung von UNICEF Schweiz und Liechtenstein setzt sich das Kinderhilfswerk in Malawi für die langfristige Verbesserung der Ernährungssituation ein.

Kinder, die als Folge der Mangelernährung bereits ernsthaft erkrankt sind, werden in Gesundheitseinrichtungen rund um die Uhr betreut und nach einem strengen Plan mit therapeutischer Spezialmilch versorgt. Bei den weniger schwerwiegenden Fällen reicht es im Normalfall, den Müttern eiweissreiche Fertignahrung abzugeben, mit denen die Kinder sechs bis acht Wochen lang behandelt werden.

Um chronischer Mangelernährung vorzubeugen, erhalten schwangere und stillende Frauen sowie Kleinkinder ein Pulver mit Mikronährstoffen zur Nahrungsergänzung. Darüber hinaus werden Mütter und andere Betreuungspersonen angeleitet, wie sie ihre Kinder optimal versorgen und Anzeichen von Mangelernährung frühzeitig erkennen.

Das Programm wird derzeit umgesetzt. Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern von Herzen für ihre Unterstützung.