Katastrophenvorbereitung in China

Kinder sind Naturkatastrophen besonders wehrlos ausgesetzt. Wenige von ihnen verfügen über die nötige Erfahrung und die Ressourcen, um mit physischen und psychischen Verletzungen oder dem Verlust von Angehörigen umzugehen. In China, das besonders häufig von Erdbeben, Überschwemmungen und Dürren heimgesucht wird, soll eine geeignete Katastrophenvorbereitung die Not der Kinder lindern.

China 2008
© UNICEF/UNI28501/Dean

Die Situation

Als bevölkerungsreichstes Land der Erde ist China die Heimat von über 300 Millionen Kindern. Leider gehört China auch zu den Ländern, die durch Naturkatastrophen die grössten Schäden und Verluste erleiden. Je nach Region müssen die Einwohner jederzeit mit Erdbeben, Überschwemmungen, Dürren oder Schneestürmen rechnen. Diese extremen Ereignisse treffen oft Regionen, die vom allgemeinen Fortschritt der letzten Jahrzehnte wenig profitiert haben. Denn obschon der durchschnittliche Lebensstandard in China stark gestiegen ist, bleibt die absolute Zahl armer Familien extrem hoch. Diese Kinder besitzen am allerwenigsten Widerstandskraft.

Naturkatastrophen haben für die betroffenen Kinder vielfältige Folgen: Oft sind sie selbst oder ihre Angehörigen verletzt; es fehlt an warmen Kleidern und geeigneten Nahrungsmitteln; Schulen sind zerstört oder können nicht mehr benutzt werden. Zusätzlich sind die Kinder oft auf Beratung, Trost und psychologische Unterstützung angewiesen.

Einige dieser einschneidenden Folgen lassen sich vermeiden oder zumindest abmildern. Wenn potenzielle Risiken identifiziert, nötige Vorräte angelegt, Evakuierungen geübt und Notfallpläne ausgearbeitet werden, kann den speziellen Bedürfnissen der Kinder bereits vor dem Ernstfall Rechnung getragen werden.

So hilft UNICEF

Die chinesische Regierung hat im letzten Jahrzehnt grosse Anstrengungen unternommen, um sich auf Notlagen angemessen vorzubereiten. Dennoch sieht sie bei der Bewältigung von häufig auftretenden Naturkatastrophen noch Verbesserungspotenzial.

In der erdbebengefährdeten Provinz Sichuan im Südwesten Chinas führt UNICEF in Zusammenarbeit mit der Regierung ein Projekt durch, das die Auswirkungen von Katastrophenfällen auf die Kinder abmildern und deren Sicherheit erhöhen soll. UNICEF unterstützt die Koordination entsprechender Massnahmen auf lokaler Ebene, stärkt das Bewusstsein für die stete Gefahr von Naturkatastrophen, verbessert die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden und stellt sicher, dass bei allen Entscheidungen die spezifischen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden.

Die Kinder selber lernen insbesondere, wie sie in Notsituationen reagieren müssen – von der Evakuierung von Häusern und Schulen bis hin zur Aufrechterhaltung der notwendigen Hygiene im Katastrophenfall.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Dieses Projekt ist vollständig finanziert und wird zurzeit umgesetzt. Möchten Sie UNICEF dabei unterstützen, in Katastrophenfällen schnell und koordiniert Hilfe zu leisten? Mit einer Spende in unseren Nothilfefonds helfen Sie mit, Kinderleben zu retten.