Mädchen in Indien vor Frühheirat schützen

Sie sind dreizehn oder jünger und schon Ehefrauen. Weit über die Hälfte der 20- bis 24-jährigen Frauen in Rajasthan, Indiens bevölkerungsreichstem Teilstaat, wurden bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.

India 2017
© UNICEF/UN061984/Vishwanathan

Die Situation

In den meisten Familien im indischen Teilstaat Rajasthan gelten Mädchen als ökonomische Last. Statt dafür zu sorgen, dass ihre Töchter zur Schule gehen, investieren viele Eltern in ihre frühzeitige Verheiratung. Eine entscheidende Rolle spielen Gedanken um die Mitgift: Sie fällt umso höher aus, je jünger ein Mädchen ist. Manche haben gerade erst den Kindergarten verlassen, wenn ihr Leben eine abrupte Zäsur erfährt und sie von einem Tag auf den nächsten das Leben einer Ehe- und Hausfrau führen müssen. Obwohl illegal, sind in Rajasthan Frühehen bis heute weit verbreitet: 65 Prozent der 20- bis 24-jährigen Frauen wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.

So hilft UNICEF

Das Hauptziel von UNICEF besteht darin, die gesellschaftliche Stellung der Mädchen zu verbessern. Konkret setzt sich das Kinderhilfswerk dafür ein,

  • allen Mädchen eine Schulbildung zu ermöglichen, die sie auch dann fortführen können, wenn sie bereits verheiratet sind;
  • die Eltern davon zu überzeugen, wie wichtig die Schulbildung für ein selbstbestimmtes Leben ihrer Töchter ist;
  • mit beständiger Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit die sozialen Normen zu durchbrechen, die mit den Frühehen in Zusammenhang stehen.

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