Gleiche Entwicklungschancen für alle Kleinkinder Boliviens

Damit Kinder sich körperlich und geistig optimal entwickeln können, sind die richtigen Nährstoffe zur richtigen Zeit entscheidend. Ganz besonders gilt dies in den ersten 1000 Lebenstagen. Auf die Kleinkindperiode setzt UNICEF denn auch den Fokus in Bolivien, wo rund ein Sechstel der Buben und Mädchen an den Folgen chronischer Mangelernährung leiden.

Bolivia 2013
© UNICEF/UNI159407/Pirozzi

Die Situation

In Bolivien leiden 16 Prozent der Kinder an Entwicklungsverzögerungen aufgrund chronischer Mangelernährung. 2003 war der Anteil noch doppelt so hoch. Das zeigt: Ein Teil der eingeleiteten Massnahmen greift. Ebenso deutlich ist aber auch, dass die Massnahmen noch nicht alle Kinder erreichen. Jene, die in besonders schwierigen Verhältnissen aufwachsen, gehen oft unter. So ist der Anteil chronisch mangelernährter unter 3-jähriger Buben und Mädchen in Boliviens ländlichen Gebieten mit knapp 25,9 Prozent markant höher als in städtischen Gebieten mit 14,6 Prozent. Und Kinder der Quechua und Aymara – indigener Bevölkerungsgruppen – sind fast doppelt so gefährdet, chronisch mangelernährt zu sein, wie Kinder nicht indigener Mütter.

So hilft UNICEF

UNICEF Schweiz finanziert in Bolivien Programme, die sich den ärmsten Kleinkindern des Landes widmen. Die unterstützten Massnahmen sorgen dafür, dass sich die Bedingungen in den ersten fünf Lebensjahren besonders benachteiligter Kinder verbessern. Einer der Schwerpunkte liegt auf Ernährungsproblemen und chronischer Mangelernährung, an deren Folgen vor allem Kinder in ländlichen Gebieten und mit indigenem Hintergrund leiden. UNICEF unterstützt die bolivianische Regierung mit einem ganzheitlichen Ansatz in den Gesundheits- und Bildungsmassnahmen, eine Verbesserung der sanitären Bedingungen zu erreichen und mit Strategien für einen lückenlosen Kinderschutz dafür sorgen, dass alle Kinder Boliviens dieselben Startbedingungen ins Leben erhalten.

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