Schulbildung in Ruanda

Eine für alle zugängliche, solide Schulbildung: Das ist der Kern von UNICEFs Bildungsprogramm in Ruanda. Die Massnahmen sind auf besonders benachteiligte Buben und Mädchen ausgerichtet, etwa auf Kinder mit Behinderungen; nur 70 Prozent von ihnen besuchen bislang die Schule.

Rwanda 2011
© UNICEF/UNI110430/Noorani

Die Situation

Bildung ist in Ruanda grossgeschrieben. Nirgends in Ostafrika ist die Einschulungsrate auf Primarschulebene so hoch; sie liegt heute bei 98 Prozent. 67 Prozent des Bildungsbudgets fliessen in den Kindergarten-, Primar- und Sekundarschulsektor. Dass gerade auf die Einschulung der Kleinsten grosses Gewicht gelegt wird, zeigt die Tatsache, dass der Anteil für den Kindergarten und die Primarschule zwischen 2013/2014 und 2017/2018 von 26 auf 42 Prozent erhöht wurde. Ebenso hat die Regierung erkannt, wie wichtig es ist, in eine qualitativ gute Bildung zu investieren: Im genannten Zeitraum wuchs das entsprechende Budget von knapp 16 auf über 22 Prozent.

In vielem ist Ruanda zum Vorzeigeland Afrikas geworden. Die politischen Verhältnisse erweisen sich als stabil, die Wirtschaft wächst kontinuierlich, der Korruption wird mit Nulltoleranz begegnet. Ruanda war eines der wenigen Länder, die alle Millenniums-Entwicklungsziele erreichten. Trotz dieser messbaren Erfolge bleiben die Herausforderungen gross – gerade im Zusammenhang mit den Jüngsten des Landes.

Einen besonders schweren Start ins Leben haben Kinder aus armen Familien, die in ländlichen Regionen fernab urbaner Infrastruktur aufwachsen – und Kinder, die mit Behinderungen zur Welt kommen.

So hilft UNICEF

In enger Zusammenarbeit mit der ruandischen Regierung sorgt das Kinderhilfswerk dafür, dass der Bildungsstrategieplan umgesetzt wird und die Massnahmen auch besonders verletzliche Buben und Mädchen erreichen. Ihnen soll der Zugang zur Schule erleichtert und ein qualitativ guter Unterricht geboten werden, der auf ihre Bedürfnisse eingeht und sie dort abholt, wo sie stehen.

Seit 2015 ist der Fokus speziell auf inklusive Unterrichtsmethoden gerichtet. Gemeinsam mit lokalen Partnern berät UNICEF das Bildungsministerium und legt grossen Wert darauf, auch Kindern mit Behinderungen eine solide Schulbildung zukommen zu lassen.

Seit 20 Jahren finanziert UNICEF Schweiz Programme in Ruanda. Die gegenwärtigen Massnahmen sind auf eine Verbesserung der Unterrichtsqualität und den Einschluss aller Kinder des Landes ausgerichtet. Das Kinderhilfswerk richtet seinen Fokus auf besonders benachteiligte Kinder: Buben und Mädchen in Flüchtlingslagern etwa oder Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Helfen auch Sie!

Mit einer Projektpatenschaft helfen Sie mit, Kleinkinder in Ruanda zu fördern und ihnen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Wir danken Ihnen von Herzen.