Verbesserung der Unterrichtsqualität in Bhutan

Bhutans traditionelle Klosterschulen sind in den letzten Jahren zum Hort für besonders verletzliche Kinder geworden. Oft werden sie hier erneut benachteiligt: Der Alltag ist hart, einfache Infrastrukturen fehlen, und die Bildungsinhalte sind selten zeitgemäss.

Bhutan 2012
Viele verzweifelte Eltern wissen sich nicht anders zu helfen, als ihre Kinder einer Klosterschule anzuvertrauen. Hier haben sie zumindest ein Dach über dem Kopf und bekommen regelmässig etwas zu essen.

© UNICEF/UNI202391/Lopez

Die Situation

Bis Anfang der 1960er-Jahre waren die traditionellen Klosterschulen in Bhutan die einzigen Bildungseinrichtungen. Heute sind es immer häufiger marginalisierte Kinder, die hier ein Zuhause finden: Waisenkinder, Mädchen und Buben aus sehr armen Familien, nicht registrierte Kinder oder solche mit Behinderungen werden zunehmend in Klosterschulen abgeschoben.

Damit beginnt für sie ein weiterer harter Lebensabschnitt. In zahlreichen der jahrhundertealten Gebäude gibt es weder eine Heizung noch sanitäre Anlagen oder sauberes Wasser, auf eine ausgewogene Ernährung oder genügend Bewegung wird kaum geachtet. Viele Kindermönche und -nonnen leiden denn auch an Lungenerkrankungen, Diabetes oder Hautproblemen.

Doch nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht sind die Kinder benachteiligt. Anders als an öffentlichen Schulen werden in den Klöstern nämlich kaum zeitgemässe Fächer wie Englisch unterrichtet – das stundenlange Auswendiglernen von Gebeten prägt den Alltag. Entsprechend schlecht sind die Berufsaussichten der jungen Mönche und Nonnen.

So hilft UNICEF

Die Bildungslücke zwischen Kindern, die eine öffentliche Schule besuchen, und denen, die in Klosterschulen aufwachsen, ist enorm. UNICEF unterstützt die Regierung und die Kommission für klösterliche Angelegenheiten dabei, diese Lücke zu schliessen.

Der Ansatz ist umfassend. Zum einen sorgt UNICEF dafür, dass in den Klöstern sanitäre Anlagen eingerichtet werden, sauberes Wasser zur Verfügung steht und die Kinder wichtige Hygieneregeln wie das Händewaschen befolgen. Zum anderen geht es darum, weitere Schulfächer zu etablieren, die Unterrichtsqualität zu verbessern und letztlich auch den Schutz der Kinder sicherzustellen.

Bildung ist der Schlüssel zum Fortschritt. Mit einer Projektpatenschaft tragen Sie dazu bei, dass auch die Kindermönche und -nonnen in den Klosterschulen Bhutans eine Zukunftsperspektive erhalten. Wir danken Ihnen von Herzen.