Sauberes Wasser und Hygiene in Mauretanien

In Mauretanien erlebt eines von acht Kindern seinen fünften Geburtstag nicht. Oft sind verschmutztes Trinkwasser, fehlende sanitäre Einrichtungen und mangelnde Hygiene zumindest mitschuldig am Tod der Kinder. Mit einfachen Massnahmen verbessert UNICEF die Situation der geplagten Bevölkerung.

Mauritania 2012
© UNICEF/UNI147407/Kurzen

Die Situation

Mauretanien, im westlichen Afrika am Rand der Sahara gelegen, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es besteht zu 80 Prozent aus Wüste und ist mit 3,5 Millionen Einwohnern nur dünn besiedelt. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in bitterer Not unter der Armutsgrenze, knapp 300 000 Mauretanier leiden akuten Hunger. Trotz grosser Fortschritte haben mauretanische Kinder noch immer einen schweren Start ins Leben: 30 Prozent von ihnen sind untergewichtig, 23 Prozent sind für ihr Alter zu klein, und fast jedes achte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag.

Zwei der Hauptgründe für die hohe Kindersterblichkeit sind verschmutztes Trinkwasser und fehlende sanitäre Einrichtungen. In den ländlichen Gebieten verfügt nicht einmal die Hälfte der Haushalte über sauberes Wasser, und gerade einmal 9 Prozent nutzen ordentliche sanitäre Einrichtungen. Vielen Familien ist der Zusammenhang zwischen mangelnder Hygiene und Krankheiten, an denen die geschwächten Kinder oft unnötig sterben, nicht ausreichend bewusst.

So hilft UNICEF

Die Verbesserung der Wasserversorgung und sanitärer Einrichtungen gehört zu den wichtigsten Zielen der Entwicklungszusammenarbeit. Sie ist entscheidend für die erfolgreiche Bekämpfung der Armut.

In Mauretanien führt UNICEF ein Programm in der Region Hodh el Gharbi durch, die besonders wenig entwickelt ist. Einfache, aber wirksame Hygienemassnahmen werden hier die Kindersterblichkeit spürbar reduzieren. Allein das regelmässige Händewaschen mit Seife könnte einen Viertel aller Durchfallerkrankungen vermeiden. Hinzu kommen Tabletten zur Wasserreinigung und Instruktionen zur adäquaten Entsorgung der Notdurft.

Zusätzlich fördert UNICEF das Stillen und gibt Medikamente zur Behandlung von Durchfall sowie Moskitonetze ab, um weitere unnötige Kindertode zu verhindern.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Projekt ist vollständig finanziert und wird derzeit umgesetzt. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.