Unterricht trotz Naturkatastrophen in Madagaskar

Wirbelstürme und Überschwemmungen sorgen in Madagaskar immer wieder dafür, dass Kinder nicht mehr zur Schule gehen können. UNICEF unterstützt die Krisenvorbereitung der lokalen Behörden und setzt sich dafür ein, dass der Unterricht nach Naturkatastrophen möglichst bald wieder aufgenommen wird.

Madagascar 2015
© UNICEF/UNI180130/Matas

Die Situation

Madagaskar wird Jahr für Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht. Zwischen 2005 und 2014 waren 9,2 Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen. Oft sind es die ärmsten Bevölkerungsteile, die die Auswirkungen am stärksten zu spüren bekommen.

Die Zerstörungen durch Naturkatastrophen behindern auch das ohnehin mangelhaft ausgebaute Schulsystem. UNICEF schätzt, dass in Madagaskar zurzeit über 1,5 Millionen Kinder im Primarschulalter nicht zur Schule gehen – oftmals, weil ganz einfach die Infrastruktur fehlt. Die Regierung hat die Gefahr erkannt und arbeitet Notfallpläne aus. Zusätzlich müssen jedoch auch die Kapazitäten der lokalen Behörden gestärkt werden, damit sie angemessen auf Naturkatastrophen reagieren können und die Bevölkerung möglichst bald zum Alltag zurückkehren kann.

So hilft UNICEF

Das UNICEF Programm in Madagaskar verbessert die Sicherheit der Kinder und stärkt die Belastbarkeit der Schulen. Die Schüler lernen, wie sie sich vor, während und nach einem Sturm verhalten müssen, sowohl in der Schule wie auch zu Hause. Den Lehrern wird die Bedeutung einer raschen Rückkehr zum normalen Schulunterricht aufgezeigt.

Anfang 2015 trafen zwei tropische Stürme mehrere Regionen im Südwesten und im Osten der Insel. Zusätzlich hatte die Region um die Hauptstadt Antananarivo nach aussergewöhnlich starken Regenfällen mit Überschwemmungen zu kämpfen. Allein in der Hauptstadt wurden fast tausend Schulzimmer beschädigt, für rund 48 000 Kinder fiel der Unterricht über kürzere oder längere Zeit aus. UNICEF stellte für über 20 000 Schüler temporäre Klassenzimmer und Schulmaterial zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Dieses Projekt ist vollständig finanziert und wird zurzeit umgesetzt. Möchten Sie UNICEF dabei unterstützen, in Katastrophenfällen schnell und koordiniert Hilfe zu leisten? Mit einer Spende in unseren Nothilfefonds helfen Sie mit, Kinderleben zu retten.