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Babys vor HIV/Aids schützen

Jeden Tag werden rund 650 Babys während der Schwangerschaft, der Geburt oder dem Stillen mit dem HI-Virus angesteckt, und ohne Behandlung stirbt jedes Zweite vor seinem zweiten Geburtstag. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Babys weltweit lebensrettende Tests und eine wirksame Behandlung zukommt.

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Eine Mutter hält ihren sechs Wochen alten Sohn auf den Armen und schaut ihn liebevoll an. Das Baby trägt warme Kleidung.
Die Situation

Marefelie Khechane aus Lesotho erfuhr erst bei ihrer vierten Schwangerschaft, dass sie HIV-positiv ist. Ihre Ahnungslosigkeit kostete ihre ersten drei Kinder das Leben und bescherte ihr und ihrem Mann unsägliches Leid. In Ländern mit tiefem und mittlerem Einkommen werden nur gerade ein Viertel der Schwangeren auf HIV getestet – und das, obwohl in diesen Ländern jährlich 1,4 Millionen HIV-positive Frauen schwanger werden. Das Risiko, dass sie das HI-Virus auf ihre Kinder übertragen, liegt durchschnittlich bei 25 Prozent. Wenn diese Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit gute medizinische Beratung und antiretrovirale Medikamente erhalten, sinkt das Risiko auf unter 2 Prozent.

Erfolgreiche Reduktion der Übertragung
2013 wurden weltweit rund 240‘000 Kinder mit dem HI-Virus infiziert. UNICEF setzt sich mit Erfolg dafür ein, die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind zu reduzieren. So erhalten heute 63 Prozent der HIV-positiven Frauen in Ländern mit tiefen und mittleren Einkommen die nötige medikamentöse Therapie. 2005 waren es erst 15 Prozent. Um das Millenniumsentwicklungsziel 6 zu erreichen, müssen mehr Schwangere und Babys, die zur Risikogruppe gehören, getestet werden.

Weitere Informationen sowie aktuelle Zahlen finden Sie hier.

So hilft UNICEF

UNICEF arbeitet mit anderen UN-Organisationen in über 80 Ländern daran, die Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids zu eliminieren. Das Kinderhilfswerk setzt dabei auf drei zentrale Interventionen:

  1. Den Zugang zu freiwilliger, vertraulicher Beratung und HIV-Tests schaffen.
  2. Professionelle medizinische Versorgung während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit bereitstellen.
  3. Antiretrovirale Therapie für Mutter und Kind ermöglichen.

Marafelie profitierte während ihrer vierten Schwangerschaft von dem durch UNICEF unterstützten Programm zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung: Ihr Sohn Selebalo kam HIV-negativ zur Welt.

Fact Sheet: HIV/Aids, 2014 (pdf, 395 KB)
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Broschüre: HIV/Aids, 2012 (pdf, 637.87 KB)
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