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Kinderschutz in Brasilien

Mehr als 84 Prozent der 208 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer leben in städtischen Ballungszentren. Hier sind die sozialen Unterschiede besonders ausgeprägt und haben gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder. Das Leben ist rau und von Gewalt geprägt.

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Areiao-Slum in Sao Paulo
Die Situation

Die Anzahl der in Brasilien ermordeten Kinder und Jugendlichen zählt weltweit zu den höchsten. In den zurückliegenden 20 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt: 2013 wurden 10 500 Jugendliche umgebracht, verglichen mit 5000 im Jahr 1993. Heute verlieren täglich 28 Kinder und Jugendliche ihr Leben aufgrund von Gewaltanwendung.

Mit grosser Sorge beobachtet UNICEF die Entwicklungen in Brasiliens Grossstädten, in denen sich die Brutalität besonders schonungslos zeigt. 84 Prozent der 208 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer leben in städtischen Ballungszentren. Hier prallt die Diskrepanz zwischen Arm und Reich hart aufeinander. Konzentriert sichtbar wird sie in den Slums und Favelas.

Neuste Zahlen aus dem Jahr 2014 belegen, dass in Brasilien jedes dritte Kind in Armut aufwächst. Tausende Buben und Mädchen leben auf den Strassen, UNICEF schätzt ihre Anzahl auf 24 000; und 8 Prozent der 5- bis 14-Jährigen sind in eine der vielfältigen Formen von Kinderarbeit involviert.

So hilft UNICEF

Die Einhaltung der Kinderrechte ist zentral – darauf konzentrieren sich die UNICEF Programme in Brasilien seit mehr als 20 Jahren. UNICEF arbeitet mit den wichtigen Entscheidungsträgern zusammen, berät die Regierung und hilft bei der Ausarbeitung von Strategien und deren Umsetzung.

So entstand auch die Initiative «Plattform für urbane Zentren», die auf die ausgeprägten sozialen Unterschiede in Brasiliens Grossstädten fokussiert und von UNICEF Schweiz in den zurückliegenden Jahren massgeblich mit unterstützt wurde. Inzwischen ist der zweite Vier-Jahres-Zyklus abgeschlossen, in dem erneut Daten zu definierten Indikatoren erhoben wurden und die Gemeinden sich mittels Verträgen verpflichteten, Massnahmen zu entwickeln, um die Umsetzung der wichtigsten Kinderrechte für alle Buben und Mädchen zu gewährleisten. Angesprochen werden neben Behörden und der Verwaltung auch Kinder und Jugendliche selbst, die sich auf vielfältige Art an dem Programm beteiligen, ihre Stimme äussern und ihre Anliegen einbringen können.

Fact Sheet: Strassenkinder (2016)
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