UNICEF und Anatole Taubman geben Kindern eine Bühne

In der aktuellen Frühjahrskampagne «Das Leben ist kein Spiel» gibt UNICEF-Botschafter und Schauspieler Anatole Taubman Kindern eine Bühne, die sonst keine haben.

Rund 500 Millionen Kinder leben aktuell in Konfliktregionen. Das sind doppelt so viele wie noch 1990. Abseits der medial präsenten Kriege wie im Nahen Osten oder in der Ukraine, sind auch Kinder in Krisengebieten wie beispielsweise dem Sudan oder der Sahelzone betroffen. Diese Mädchen und Buben sind den Gefahren von Gewalt, Bomben oder Minen, Ausbeutung oder Menschenhandel ausgesetzt. Sie wachsen inmitten von Tod und Zerstörung auf, mit verheerenden Folgen für ihre Psyche. In allen Kriegen sind es Kinder, die am meisten leiden. 

Nie aufgeben, Kindheit schützen

Kernstück der Kampagne bildet ein dreissig Sekunden langer Werbespot. Darin bekommen Kinder eine Bühne und eine Stimme, ohne selbst in Erscheinung zu treten. Das ist ein komplett neuer Weg in der Kommunikation. Anatole Taubman, Botschafter von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, bringt hier das ein, was er als Schauspieler am besten kann – seine Schauspielkunst. Auf der Bühne des Zürcher Volkshauses offenbart er seine persönlichen Ängste und den Horror, die Kriegsgeräusche in ihm auslösen. Er spielt hier keine Rolle, sondern sich selbst.

Die Geräuschkulisse und die Gefühle von Anatole Taubman kumulieren sich zum Höhepunkt in einer Leere, in der jegliche Hoffnung stirbt. Der Betrachtende wird in den dreissig Sekunden auf einen Parforceritt mitgerissen, der einem kaum Zeit zum Luft holen lässt.

Die Botschaft «Das Leben ist kein Spiel» verknüpft die Performance im Kopf des Betrachters mit der Realität. Wobei hier die eigene Interpretation: «Wie fühlt sich denn Krieg für ein Kind an?» das Kopfkino weiterlaufen lässt. Mit der Fundraising-Kampagne «Nie aufgeben, Kindheit schützen» soll die breite Öffentlichkeit für dieses dringliche Thema sensibilisiert werden.

Für Anatole Taubman, der sich seit 14 Jahren gemeinsam mit UNICEF für vulnerable Kinder und eine bessere Welt einsetzt, ist dies ein tiefes intrinsisches Anliegen. «Es war für mich eine riesige Herausforderung diese Palette an gewaltigen, negativen Gefühlen authentisch und roh versuchen darzustellen. Und das in einem sehr abstrakten Rahmen, ohne Drehbuch oder Kostüm. Keine Rolle, hinter der man sich verstecken oder schützen kann. Es war sehr intensiv und hat mich stark berührt. Die wahre Realität und all diese Grausamkeiten, die all diese Kinder in Krisengebieten oder bewaffneten Konfliktregionen erleiden müssen, ist eine menschliche Tragödie.»

Jürg Keim
Leiter Medienstelle 
UNICEF Schweiz und Liechtenstein
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