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Wil setzt weiterhin auf Kinderfreundlichkeit

Am Samstag erhielt Wil von UNICEF Schweiz und Liechtenstein zum dritten Mal die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde». Damit beweist die Stadt Wil erneut, dass sie die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ins Zentrum stellt und die Jüngsten am gesellschaftlichen Leben teilhaben lässt. 

Labelübergabe an die Stadt Wil
v.l.n.r Nicole Hinder, UNICEF, Cornelia Kunz, Stadträtin Wil und Marc Bilger, Departementsleiter Gesellschaft und Sicherheit Stadt Wil

Am Samstagmittag fand anlässlich der Eröffnung des Familienzentrums ViVa! die Vergabe des Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» statt. Nicole Hinder, Bereichsleiterin Child Rights Advocacy von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, übergab das Zertifikat der zuständigen Stadträtin Cornelia Kunz und gratulierte allen involvierten Personen zu ihrer grossen Motivation, sich für die Belange der Kinder einzusetzen. Sie betonte: «Die Kinderfreundlichkeit ist eine Querschnittsaufgabe, denn die Lebensbereiche der Kinder und Jugendlichen dieser Stadt sind genau so breit gefächert wie die der Erwachsenen. Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit ist in Wil stark spürbar und wird nicht nur widerwillig praktiziert, sondern auch wirklich gelebt. Ich möchte Sie gerne dazu ermutigen, dies beizubehalten. Denn nur wenn wir gemeinsam arbeiten, können wir das Umfeld der Kinder und Jugendlichen gesamthaft verbessern.»

In Wil hat Kinderfreundlichkeit Tradition

Seit 2015 bekennt sich die Stadt Wil dazu, sich mit und für die Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln. Hierfür hat die Stadt bereits eine Vielzahl von Massnahmen umgesetzt. Das neu eröffnete Familienzentrum ViVa! zeigt das Engagement der Stadt Will beispielhaft auf. Das Familienzentrum ist vor allem für Kinder im Vorschulalter und ihre Bezugspersonen errichtet, steht aber allen offen. Mit Räumen, die für private Anlässe gemietet werden können, bietet das Zentrum auch Raum für Eigeninitiativen. Der fünfjährige Pilotbetrieb des Zentrums wurde im Wiler Stadtparlament mit einer klaren Mehrheit gutgeheissen. Zur Eröffnung konnte die Bevölkerung einen Einblick in die Räumlichkeiten und Angebote gewinnen und mit Fachpersonen, die künftig im Zentrum arbeiten, ins Gespräch kommen.
Darüber hinaus handelt die Stadt Wil auch auf der politischen und strategischen Ebene mit einer grossen Verbindlichkeit. Es gibt bereits viele Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche wie beispielweise das Jugendparlament, Schüler/-innenräte und projektbezogene Mitwirkung. Diese Möglichkeiten werden rege genutzt. 

Weitere Massnahmen ab 2025 geplant

Trotz der erreichten Meilensteine zeigt sich die Stadt Wil weiterhin engagiert. Der dritte Aktionsplan enthält sieben Ziele, die daraus abgeleiteten Massnahmen sind umfangreich und bieten eine gute Grundlage, um die Kinderfreundlichkeit innerhalb der Stadt weiter zu fördern und nachhaltig zu verankern. Dabei geht es unter anderem darum die Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu stärken, vor allem auch von jüngeren und multipel belasteten Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig werden Fachpersonen aus der Verwaltung sensibilisiert und Informationen im Bereich der Kindesanhörung gestärkt. Ein weiteres Ziel ist es, die Chancengerechtigkeit von Kindern zu verbessern.