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Sri Lanka: Über 275 000 Kinder nach Zyklon betroffen

Nach dem verheerenden Zyklon Ditwah ist die Lage für Kinder in Sri Lanka dramatisch. Hunderttausende sind von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen.

Ein Vater und sein Kind stehen bis zur Hüfte in Wasser
30 November 2025, Kelaniya, Sri Lanka: Ein Vater trägt seine kleine Tochter durch hüfthohes Hochwasser zu einem Boot, nachdem Überschwemmungen des Kelani-Flusses ihr Zuhause eingeschlossen haben.

COLOMBO, 2. Dezember 2025 – Der Zyklon Ditwah hat dazu geführt, dass Kinder in ganz Sri Lanka mit einer sich verschärfenden humanitären Krise konfrontiert sind.  Nachdem der Sturm am frühen Morgen des 28. November an der Ostküste auf Land traf, verursachte er grossflächige Überschwemmungen und verheerende Erdrutsche. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass unter den 1,4 Millionen betroffenen Menschen mehr als 275 000 Kinder sind. Unterbrochene Kommunikationswege und blockierte Zufahrtsrouten deuten jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen könnte.

«UNICEF ist zutiefst besorgt über das Ausmass der Zerstörung, die der Zyklon für Kinder und die lebenswichtigen Dienste, auf die sie für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen angewiesen sind, angerichtet hat. Wir stehen solidarisch an der Seite der Familien, die Verluste erlitten haben oder vertrieben wurden, und sprechen allen, die um geliebte Menschen trauern, unser tiefstes Mitgefühl aus», sagte Emma Brigham, UNICEF-Vertreterin in Sri Lanka.

«Kinder brauchen dringend Hilfe. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um die verletzlichsten Familien zu erreichen, die lebensrettende Unterstützung benötigen», fügte sie hinzu. «Und auch wenn der Zyklon vorüber ist, sind seine Folgen es nicht.»
Die schweren Schäden an Häusern und zentraler Infrastruktur sowie die Unterbrechung grundlegender Versorgungsleistungen haben zu weitreichenden Vertreibungen geführt und erhöhen das Risiko von Krankheitsausbrüchen, Mangelernährung, unsicheren Lebensbedingungen und schwerem emotionalem Stress bei Kindern.

Der Zyklon wird die ohnehin schwierige Lage der verletzlichsten Gemeinschaften Sri Lankas weiter verschärfen. Viele von ihnen sind noch immer von aufeinanderfolgenden Krisen betroffen, darunter die Wirtschaftskrise von 2022. Laut einem Bericht der Weltbank aus dem Jahr 2025 hat sich die Armut seit 2019 mehr als verdoppelt – von 11,3 Prozent auf 24,5 Prozent. Für Millionen von Familien bleibt das Leben unerschwinglich, und grundlegende Bedürfnisse rücken zunehmend ausser Reichweite.

UNICEF Sri Lanka arbeitet eng mit der Regierung, nationalen Behörden und Partnerorganisationen zusammen, um die Lage zu beurteilen, und hat bereits lebensrettende Hilfe eingeleitet. Um den dringenden Bedarf von Kindern und Familien in den am stärksten betroffenen Bezirken zu decken, weitet UNICEF seine Unterstützung weiter aus und ruft zu zusätzlichen finanziellen Mitteln auf. Damit sollen sauberes Trinkwasser, dringend benötigte therapeutische Nahrung , psychosoziale Unterstützung sowie Notfall-Bildungskits für vertriebene Kinder und Mütter bereitgestellt werden, die diese Hilfe am dringendsten benötigen.