UNICEF youth ist eine Mitmach-Community von jungen Menschen, die bei UNICEF Schweiz und Liechtenstein ihre Meinung einbringen, Projekte mitgestalten, und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Wir präsentieren in diesem Blog einige Beispiele für das Engagement der Teilnehmenden.
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Wenn du zwischen 10 und 24 Jahre alt bist und deine Meinung einbringen möchtest, bist du bei UNICEF youth genau richtig.
UNICEF youth «Get-Together»
5. März 2026
Bei unserem bisher grössten Community-Treffen konnten sich Mitglieder von UNICEF Youth in einem entspannten Rahmen kennenlernen und vernetzen. Insgesamt nahmen 26 junge Menschen am «Get-Together» im UNICEF-Büro in Zürich teil. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Verankerung von Jugendpartizipation auf der Managementebene von UNICEF Schweiz und Liechtenstein. Verschiedene Modelle wurden vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto.
Die Jugendlichen haben sich für eine Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit einer diversen Gruppe junger Menschen und genügend face-to-face Treffen stark gemacht. Das UNICEF youth Team hat ihre Punkte in Gespräche mit der Geschäftsleitung mitgenommen und vorgestellt.
Childs Rights Advocacy Strategie-Workshop
8. Dezember 2025
Die Abteilung Child Rights Advocacy von UNICEF Schweiz und Liechtenstein bearbeitete in einem Workshop mit Mitgliedern von UNICEF youth ihre zukünftigen Schwerpunktthemen. Einen Nachmittag lang haben Jugendliche und Expert:innen der Kinderrechts-Organisation ihre Meinungen zu Themen wie Digitalisierung und Armut eingebracht, zwei Fokusthemen der nationalen Advocacy-Arbeit
Die Inputs der jungen Teilnehmenden werden bewusst bei diesem Prozess eingebunden. So wird die Jugendperspektive sichergestellt und die Entstehung von “Blindspots“ vorgebeugt. Der Workshop bot den Mitgliedern von UNICEF youth die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeitsweise von UNICEF zu bekommen und direkt mit dem Childs Rights Advocacy Team ins Gespräch zu kommen.
Die Jugendlichen waren begeistert, sich direkt in die Arbeit der Organisation einzubringen. Mario (20) sagt zum Treffen: « Der Workshop war eine super tolle Erfahrung. Wir haben uns auf Anhieb gut innerhalb der Gruppe verstanden und der Workshop hat sich sehr Zielführend angefühlt. Wir sind auch sehr tiefgründig in die Fragestellungen rein. Ich würde mich auf ein nächstes Mal freuen». Auch Roaa (16) war begeistert: «Ich fand die Stimmung war sehr gut und es hat sehr viel Spass gemacht, mit anderen zu diskutieren und ihre eingebrachten Meinungen zu hören».
Executive Directors Meeting in Zürich
23.-24. Oktober 2025
In einer einmaligen Gelegenheit konnte Mia, Mitglied von UNICEF youth, am Treffen der Geschäftsleitenden der 32 UNICEF «National Committees» teilnehmen. Sie war als eine von sechs Youth Representatives aus verschiedenen Ländern dabei, um die Perspektive junger Menschen in die Arbeit von UNICEF einzubringen.
Um noch weitere Blickwinkel einzuholen, traf sich Mia vor dem Meeting mit weiteren UNICEF youth Mitgliedern. Nach einer Begrüssung von Bettina Junker haben sich die Jugendlichen gemeinsam eine Meinung zu den anstehenden Themen gebildet.
«Das Executive Directors Meeting in Zürich war für mich eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung. Besonders wertvoll war der Austausch mit den anderen jungen Repräsentant:innen aus den Niederlanden, Luxemburg, Ungarn, Italien und Spanien, bei dem wir unsere Perspektiven und Ideen geteilt haben. Dadurch habe ich viele Einblicke erhalten, wie junge Menschen in anderen Ländern für UNICEF mitwirken.
Mittelpunkt des Meetings standen Themen wie die stärkere Einbindung von Jugendlichen in Entscheidungsprozesse, mentale Gesundheit, künstliche Intelligenz sowie viele weitere Themen rund um UNICEF. Die Gespräche mit den Executive Directors und anderen UNICEF-Vertreter:innen waren offen und konstruktiv, und ich hatte das Gefühl, dass unsere Meinungen wirklich gehört wurden.»
Junge Stimmen für Frieden
21. September 2025
Der Internationale «Tag des Friedens» wurde 1981 von den Vereinten Nationen eingeführt und designiert einen Tag für Waffenstillstand und gegen Gewalt. Er erinnert jedes Jahr daran, wie wichtig ein gewaltfreies Zusammenleben ist.
Drei Mitglieder von UNICEF youth haben sich an diesem Tag mit der Frage beschäftigt, was Frieden für sie persönlich bedeutet – und warum er gerade für Kinder und Jugendliche zentral ist.
Sie haben ihre Gedanken in Texten, Statements und einem Video festgehalten und damit gezeigt, wie vielfältig und persönlich Frieden verstanden wird.
«Für mich bedeutet Frieden, keine Angst vor einem 3. Weltkrieg zu haben. Es ist für mich auch, wenn keine Gewalt herrscht, keine Bomben fallen und niemand sich verstecken muss. Ausserdem ist es, wenn alle gleichberechtigt werden. Ich finde Frieden wichtig, damit niemand eine schlechte Zeit auf Erden haben muss und damit es allen gut gehen kann, ohne Diskriminierung, Verletzungen und Gewalt.»
Participation Day
26. August 2025
Junge Menschen wollen nicht nur zuhören – sie wollen mitentscheiden. Am Participation Day trafen sich vier Mitglieder von UNICEF youth im UNICEF-Büro in Zürich, um über Partizipation zu diskutieren: in der Politik, in der Schule und im familiären Alltag.
Im Zentrum stand Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention, der das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Mitsprache festhält. Gemeinsam tauschten sich die Teilnehmenden aus und entwickelten ein Social-Media-Video, das ihre Forderungen sichtbar macht.
«Ich wünsche mir, in der Politik mehr gehört zu werden», betonte Livia. Besonders bei Entscheidungen, die junge Menschen direkt betreffen, sei echte Mitsprache wichtig.
Auch im familiären Umfeld wünschte sich Samira mehr Gehör für Kinder und Jugendliche: «Ich wünschte mir, Eltern würden mehr auf ihre Kinder hören.»
In der Schule sei Partizipation oft noch symbolisch, erklärten Mara und Selihom. Zwar gebe es Schülervertretungen, die eigentlichen Entscheidungen lägen aber meist bei der Schulleitung. Für die Jugendlichen war klar: Mitbestimmung muss ernst gemeint sein.
Besuch im Palais des Nations
19. Juni 2025
Menschenrechte hautnah erleben: Zwölf Mitglieder von UNICEF youth besuchten den Palais des Nations in Genf, den europäischen Sitz der Vereinten Nationen. Dort erhielten sie Einblicke in die internationale Diplomatie und die Arbeit verschiedener UN-Organisationen.
Während einer geführten Tour auf Deutsch und Französisch konnten sie Sitzungssäle besichtigen und live eine Session des Menschenrechtsrats verfolgen – ein eindrückliches Erlebnis für alle Beteiligten.
Eindrücke der Jugendlichen
«Ein absolutes Highlight – und für mich persönlich der beeindruckendste Moment – war der Besuch der 59. Session des UN-Menschenrechtsrats. Nicht nur, dass wir live miterleben durften, wie dort wichtige Diskussionen geführt wurden, wir konnten dabei auch den prachtvollen Saal bestaunen, dessen Renovation von Spanien finanziert wurde.
Unser Guide führte uns kompetent durch das Gebäude, erklärte viel zur Geschichte der Vereinten Nationen und beantwortete geduldig all unsere Fragen. Danach ging es weiter ins alte Gebäude, mit den berühmten Säulen, das wohl jeder vor Augen hat, wenn er an die UNO in Genf denkt. Zum Abschluss schlenderten wir durch den Garten, in dem zahlreiche Geschenke verschiedener Länder ausgestellt sind – jedes mit einer eigenen Geschichte
Trotz der Hitze war es ein spannender Tag. Es war spannend, die UN in Genf einmal aus nächster Nähe zu sehen und dabei junge engagierte Leute aus der UNICEF Youth Community kennenzulernen»
«Die Tour zum UN Gebäude in Genf hat mich sehr beeindruckt. Allein in dieser Umgebung zu sein und unter Menschen zu sein, die sich mit wichtigen globalen Themen befassen, war ein besonderes Erlebnis.
Was mir besonders aufgefallen ist, war die individuelle Gestaltung jedes Konferenzsaals, jedes Design hatte eine eigene Bedeutung. Das fand ich sehr faszinierend. Ein weiteres Highlight war für mich, dass wir die Möglichkeit hatten, eine Sitzung im grossen Konferenzsaal zu beobachten. Das war eine tolle Erfahrung.
Ich bin Schülerin und weiss noch nicht genau, welchen Weg ich in der Zukunft einschlagen werde. Aber ich habe ein grosses Interesse an Recht, und diese Exkursion hat mir neue Perspektiven eröffnet.»
«Ich konnte nicht anders als in Bewunderung zu staunen, wie sich vor meiner Nase die Welt austauschte. Erstaunt verfolgte ich die Stimmen der Sitzung des Menschenrechtsrates, welche ihre Perspektiven, internationalen Forderungen und persönlich nationalen Ziele in Bezug auf Bildung teilten. Irgendwie nahm ich das ganze theatralisch auf; in einem einzigen Raum liess man die ganze Welt sprechen, und währenddessen belauschten wir aus einem Aussichtszimmer konzentriert den Auftritt.
Dieser Besuch bestätigte nur umso mehr, wie es zwar nicht einfach, aber machbar ist, Wechsel zu fordern, nicht aufzugeben und dass man Platz machen muss für Thematiken, die uns selbstverständlich erscheinen.»
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