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Thun zum dritten Mal als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet

Die Stadt Thun erhielt heute zum dritten Mal das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Die erneute Zertifizierung würdigt das langjährige Engagement der Stadt für die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sowie ihre Bestrebungen, deren Lebensumfeld nachhaltig kinderfreundlich zu gestalten.

KFG Thun
v. l. n. r.: Frank Heinzmann (Chef Amt für Bildung und Sport), Nina Grütter (Bereichsverantwortliche Offene Kinder- und Jugendarbeit, OKJA), Marc Uricher (UNICEF Schweiz und Liechtenstein), Katharina Ali-Oesch (Vizestadtpräsidentin), Rita Schweizer (Leiterin Fachstelle Familie), Tobias Borer (Planungsamt), Stefan Müller (Tiefbauamt).

Kinderfreundlichkeit in der Stadtentwicklung verankern

Im zukünftigen Stadtpark Siegenthalergut überreichte Marc Uricher, Mitglied der Geschäftsleitung von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, das Label an die Stadt Thun. Auch der Ort der Labelübergabe war bewusst gewählt: Künftig soll hier mehr Raum für Spiel, Bewegung und Begegnung für Kindern und Familien bieten. Die partizipative Gestaltung des Ortes verdeutlicht zudem beispielhaft, wie die Stadt Thun die Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern in ihre Planungsprozesse einbezieht und Kinderfreundlichkeit auch in der Stadtentwicklung aktiv lebt.

«Diese Auszeichnung ist beides: Anerkennung für das, was in Thun in den letzten Jahren aufgebaut und weiterentwickelt wurde und gleichzeitig Auftrag und Startpunkt für die nächste Phase. Denn Kinderfreundlichkeit ist keine einmalige Aktion, sondern ein Prozess, der immer wieder überprüft, weitergedacht und verbessert wird», sagt Marc Uricher.

Die Stadt Thun startete 2016 den Prozess zur «Kinderfreundlichen Gemeinde» und wurde 2018 erstmals mit dem Label ausgezeichnet. 2022 folgte die zweite Zertifizierung. Über die Jahre hat die Stadt ihre Angebote und Strukturen zur Förderung der Kinderfreundlichkeit kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehören die Koordinationsstelle Frühe Kindheit, verschiedene Betreuungs- und Unterstützungsangebote sowie politische Mitwirkungsmöglichkeiten wie das Jugendparlament und der Jugendvorstoss.

Aktionsplan 2027–2031 stärkt Mitwirkung und Quartierarbeit

Mit dem neuen Aktionsplan 2027–2031 verfolgt Thun sieben Ziele. Die Stadt will dabei die Quartierarbeit stärken, zusätzliche Frei- und Bewegungsräume schaffen und die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern. Geplant sind unter anderem die partizipative Weiterentwicklung von zwei Spielräumen, die Konzeption von Pocket Parks sowie ein Konzept für Partizipation und Demokratiebildung.

Weitere Massnahmen betreffen die schulergänzende Betreuung, die bessere Koordination von Ferienangeboten und die Gestaltung der Übergänge zwischen Frühbereich, Schule und weiterführender Bildung. Zudem will die Stadt die offene Kinder- und Jugendarbeit besser erreichbar machen und Präventionsangebote gezielter aufeinander abstimmen.

Systematische Umsetzung von Kinderrechten

Die UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» unterstützt Gemeinden bei der systematischen Umsetzung der Kinderrechte im unmittelbaren Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen. Das Label zeichnet Gemeinden aus, die sich verpflichten, ihre Kinderfreundlichkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln und junge Menschen aktiv einzubeziehen. Die Zertifizierung gilt für fünf Jahre.

Neben der Stadt Thun tragen im Kanton Bern auch die Städte Bern und Lyss das Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Pieterlen befindet sich derzeit im Zertifizierungsprozess.

Weitere Informationen zur UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» finden Sie auf unserer Website.