UNICEF Menschenketten in Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich

Zürich, 9. Dezember 2017 – Heute, einen Tag vor dem internationalen Tag der Menschenrechte, nahmen in Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich rund 1500 Menschen gemeinsam mit UNICEF Schweiz an einer Menschenkette für die Kinderrechte teil. Als Zeichen der Solidarität reichten sich die Teilnehmer für einige Minuten die Hände, um die Kinderrechte ins Zentrum der Öffentlichkeit zu rücken. Unterstützt von prominenten Persönlichkeiten und Schülerchören, bildeten sie so eine lange Menschenkette am Casinoplatz in Bern, über die Pont des Bergues in Genf, über die Reussbrücke in Luzern, entlang der Gallusstrasse in St. Gallen und über die Münsterbrücke in Zürich.

Gemeinsam gegen den Hunger
Weltweit leidet jedes vierte Kind unter fünf Jahren – 165 Millionen Kinder weltweit – unter chronischer Mangelernährung, sogenanntem verstecktem Hunger. Ihre Rechte werden Tag für Tag aufs schwerste verletzt, denn als Konsequenz der Mangelernährung bleiben sie in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung beeinträchtigt. Schwere akute sowie chronische Mangelernährung ist für fast die Hälfte aller weltweiten Todesfälle von Kleinkindern verantwortlich. Jährlich verlieren drei Millionen Kinder den Kampf ums Überleben. Heute sind alleine in den vier am stärksten betroffenen Ländern Jemen, Südsudan, Somalia und Nigeria 1,4 Millionen Kleinkinder vom Hungertod bedroht. Von den 360 000 Rohingya-Flüchtlingskindern, die in den letzten Monaten nach Bangladesh geflüchtet sind, leiden viele an Hunger aufgrund der tagelangen Unterversorgung auf der Flucht.

Jedes Kind hat dieselben Rechte
Jedes Kind hat das Recht auf Ernährung, Überleben, Kindeswohl und gesunde Entwicklung. Und jedes Kind hat dieselben Rechte unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Religion. So steht es auch verbindlich in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben, die alle Vertragsstaaten verpflichtet, das Kindeswohl und das Gebot der Nichtdiskriminierung zu achten.

Hunderte von Händen schweizweit für die Kinderrechte
Zum internationalen Menschenrechtstag ruft UNICEF Schweiz zur konsequenten weltweiten Umsetzung der Kinderrechte auf und setzten ein Zeichen, dass kein Kind mehr an Hunger stirbt. In diesem Sinne nahmen heute Mittag um 12.30 rund 1500 Menschen in Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich an einer Menschenkette für die Kinderrechte teil. Der Anlass fand dieses Jahr zum ersten Mal auch in Luzern statt, wo über 200 Personen teilnahmen. Während einiger Minuten reichten sich alle Teilnehmenden die Hände als Zeichen der Solidarität mit all den Kindern, die weltweit Hunger leiden. Dabei wurden sie auch von Kinderchören und prominenten Persönlichkeiten unterstützt.

So spielte sang in Bern ein Frauen- und Kinderchor den Song «Imagine» von John Lennon. Seine Witwe Yoko Ono hatte UNICEF die Rechte für den Song übergeben. In Genf wurde die Menschenkette von zahlreichen Schülern der «Ecole Espace Entreprise» unterstützt. Ein grosser Kinderchor von 45 Schülern der «Ecole Mosaïc» sang den Song «Imagine». In Luzern sang der Kinderchor St. Anton mit 50 Kindern den Song «Imagine». In Zürich wurde «Imangine» von der beliebten Sängerin Angie Ott gesungen. Mit dem Lied «Imagine» möchte UNICEF dazu auffordern, alles daran zu setzen, den Traum einer besseren Welt für Kinder zu verwirklichen. Einer Welt, in der jedes Kind seine elementaren Rechte erhält und in der Kinder satt werden. In die Menschenketten standen zudem mit Stadt-, Gemeinde- und Kantonsräten diverse Vertreterinnen und Vertreter der Politik für die Kinderrechte ein.

Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz war begeistert vom grossen Aufkommen und den vielen Solidaritätsbekundungen und bedankte sich herzlich bei den zahlreichen grossen und kleinen Teilnehmenden, die trotz Schnee und Kälte gemeinsam für die Kinderrechte einstanden.

Bilder von den Menschenketten (verfügbar ab ca. 15 Uhr):
Bern: https://transfer.unicef.ch/index.php/s/JwneK6otvEpeUDI © UNICEF/Buser
Genf: https://transfer.unicef.ch/index.php/s/Gr0P0KRUWFtTFGj © UNICEF/Pfund oder Cordova Reyes oder Borges Ribeiro (wie auf den Fotos angegeben)
Luzern: https://transfer.unicef.ch/index.php/s/mAqYJVNjP6qwtZX © UNICEF/ Graf
St. Gallen: https://transfer.unicef.ch/index.php/s/qYn3rUKuFQogKYi © UNICEF/ Hexspoor
Zürich: https://transfer.unicef.ch/index.php/s/ronN21b1deIoxs9 © UNICEF/Reist

Bildlegende:
Rund 1500 Personen nahmen an der UNICEF Menschenkette in Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich teil, um ein Zeichen für die Kinderrechte zu setzen.

Kontakt für Medien:
Charlotte Schweizer
Mediensprecherin
UNICEF Schweiz
Tel. 044 317 22 41
E-Mail: media@unicef.ch

Über UNICEF Schweiz
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat 70 Jahre Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich weltweit für das Überleben und das Wohlergehen von Kindern ein. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Wasser und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und HIV/Aids. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge und wird in der Schweiz durch das Schweizerische Komitee für UNICEF vertreten. Seit mehr als 50 Jahren setzt sich UNICEF Schweiz für Kinder ein – im Ausland wie im Inland.

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