«Grüne Schulhöfe» für einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen in Malawi

Massive Abholzung und eine einseitige Ausrichtung auf Mais haben dazu beigetragen, dass Malawi besonders stark unter den Folgen des El-Niño-Phänomens von Ende 2015 leidet. Mit dem Konzept «Living Schoolyards» setzt UNICEF beim Schulunterricht an, um langfristig die Gesundheit der Kinder und die Widerstandskraft der Bevölkerung zu stärken.

Malawi 2017
© UNICEF Malawi

Die Situation

Der kleine Binnenstaat Malawi im Südosten Afrikas ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seine Entwicklung wird unter anderem durch ein rasantes Bevölkerungswachstum – über die Hälfte der Einwohner sind unter 18 Jahre alt –, verbreitete Nahrungsmittelunsicherheit und Krankheiten wie Aids und Malaria gehemmt. Hinzu kommt, dass Malawi wegen der hohen Abhängigkeit von der Landwirtschaft bis heute stark unter den Folgen des extremen El-Niño-Phänomens von Ende 2015 leidet. Dürren und Überschwemmungen haben Ernten zerstört. Über 76 000 Kinder leiden mittlerweile an schwerer akuter Mangelernährung.

El Niño hat allerdings lediglich bereits bestehende Probleme verschärft. Die masslose Abholzung in Malawi bewirkt, dass der Grundwasserspiegel immer weiter sinkt und der Boden weniger Wasser halten kann. Die Sonne trocknet die ungeschützten Flächen zusätzlich aus, heftige Regenfälle führen sofort zu Überschwemmungen. Wo noch Ackerbau möglich ist, wird hauptsächlich Mais angepflanzt. Schätzungsweise 40 Prozent der malawischen Kinder sind wegen chronischer Mangelernährung dauerhaft in ihrer Entwicklung behindert.

So hilft UNICEF

Neben lebensrettender Soforthilfe sind in Malawi langfristige Lösungen gefragt, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu erhöhen und die Probleme rund um Abholzung, einseitige Ernährung und den Umgang mit Naturkatastrophen in den Griff zu bekommen. Mit dem Konzept «Living Schoolyards» setzt UNICEF bei den Schulen an. Im Zentrum steht die Umgestaltung und Bepflanzung von kargen, staubigen Schulhöfen – mit mehreren Zielen: Erstens spenden Bäume Schatten und erlauben es, einen Teil der Kinder im Freien zu unterrichten und damit die riesigen Schulklassen zu verkleinern. Zweitens können aus dem Gemüse und den Früchten kostenlose ausgewogene Mittagessen zubereitet werden. Und drittens lernen die Kinder durch die Beteiligung bei der Planung, Umsetzung und Instandhaltung der Gärten, wie sie auch zu Hause in der Familie oder in der Gemeinde für eine gesündere Ernährung und einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sorgen können.


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Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass UNICEF durch die Bepflanzung von Schulhöfen die gesunde Entwicklung der malawischen Kinder und die Widerstandskraft der gesamten Bevölkerung gegen Naturkatastrophen fördern kann. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.

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