Hilfe für Flüchtlingskinder in Ruanda

Fast 35 000 burundische Kinder leben im Flüchtlingslager Mahama in Ruanda. UNICEF sorgt dafür, dass diese Mädchen und Buben trotz der schwierigen Bedingungen eine Kindheit und eine Zukunft haben.

Rwanda 2018
© UNICEF/UN0302615/Mugabe

Die Situation

Der ostafrikanische Staat Burundi ist geprägt von einem Konflikt, der 2015 in der ehemaligen Hauptstadt Bujumbura begann und sich nach und nach auf die ländlichen Gebiete ausdehnte. Die Furcht vor politischer Verfolgung, aber auch der allgegenwärtige Hunger zwangen seither mehr als 400 000 Menschen zur Flucht in die Nachbarländer Ruanda, Tansania und Uganda.

Nahezu 60 000 burundische Flüchtlinge, darunter fast 35 000 Kinder, haben im Lager Mahama in Ruanda Zuflucht gefunden. Doch Mahama ist kein geeigneter Ort für Kinder. Dicht gedrängt leben sie zusammen mit fremden Menschen in temporären Unterkünften oder Zelten. Weil die Nahrungsmittel im Camp nicht ausreichen, sind viele Kinder gezwungen zu arbeiten. Die wenigen Schulen sind hoffnungslos überfüllt.

Hilfe für Flüchtlingskinder in Ruanda

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So hilft UNICEF

Die Entwicklung und der Schutz der Kinder sind durch die instabile Situation ernsthaft bedroht. Deshalb implementiert UNICEF ein Kinderschutzprogramm. Damit wird sichergestellt, dass Flüchtlingskinder Zugang zu bestehenden Kinderschutzdiensten in den Gemeinden haben und in das nationale Kinderschutzprogramm aufgenommen werden.

UNICEF setzt sich in Zusammenarbeit mit anderen UN-Organisationen dafür ein, dass die Kinder und ihre Familien im Mahama-Lager eine Unterkunft haben, mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt werden, zur Schule gehen können und wenn nötig medizinische Hilfe erhalten. Weiter werden Trainingsmodule für Mitarbeitende im Flüchtlingslager entwickelt sowie der Zugang zu psychosozialen Unterstützungsdiensten für betroffene Kinder, etwa durch verbesserte kinderfreundliche Zonen, ermöglicht.

Die Mittel sind jedoch beschränkt, denn der Konflikt in Burundi zählt zu den vergessenen Krisen. Und wo die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit fehlt, mangelt es automatisch an Hilfsgeldern.