Kampf gegen Mädchenbeschneidung in Guinea

In Guinea sind rund 97 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren beschnitten. Damit ist fast die gesamte weibliche Bevölkerung von der schädlichen Praxis betroffen. Diese Tatsache zu ändern, ist eine der prioritären Aufgaben von UNICEF in Guinea.

Guinea 2015
© UNICEF/UNI183224/Bindra

Die Situation

Alle 10 Sekunden werden die Genitalien eines Mädchens unter 12 Jahren verstümmelt. Dies entspricht 3 Millionen Mädchen pro Jahr. Weltweit sind schätzungsweise 200 Millionen Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren von der Praxis betroffen – oft leiden sie unter lebenslangen körperlichen und seelischen Schmerzen.

Das höchste Vorkommen in ganz Westafrika

Guinea hat das höchste Vorkommen von Mädchenbeschneidung in der ganzen westafrikanischen Region. Obwohl die Praxis seit 2000 gesetzlich verboten ist, wird sie immer noch weitergeführt. Die Angst vor dem sozialen Ausschluss ist oft zu gross, als dass sich Eltern gegen die Beschneidung ihrer Töchter entscheiden würden. Dazu kommt, dass fast die Hälfte aller Kinder in Armut leben und somit besonders in Gefahr sind, nicht genügend Schutz und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu erhalten.

So hilft UNICEF

UNICEF setzt sich in den 300 am meisten betroffenen Distrikten dafür ein, die Mädchenbeschneidung zu überwinden. Die Komplexität der Praxis erfordert einen umfassenden Ansatz auf allen Ebenen, wobei Programme zur Überwindung von sozialen Verhaltensnormen im Vordergrund stehen. Dadurch kann eine langfristige Bekämpfung der Mädchenbeschneidung gewährleistet werden. UNICEF setzt dabei auf folgende Massnahmen:

  • Informations- und Sensibilisierungskampagnen in Schulen und Medien
  • Einbezug von religiösen Entscheidungsträgern, Dorfältesten und Bürgermeistern
  • Ausbildung und Training von Gesundheitspersonal
  • Aufklärung über die Kinderrechte

Unterstützen auch Sie den Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung! Wir danken Ihnen von Herzen.

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