Trotz der Fortschritte, die durch die Millenniums-Entwicklungsziele bisher erreicht wurden, leiden immer noch Millionen Kinder unter extremer Armut. Die Bekämpfung von Kinderarmut gehört zu den zentralen Anliegen von UNICEF. Neben den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Wasser setzt das Kinderhilfswerk insbesondere auf Bildung.

Mauritania 2012
© UNICEF/UNI140660/Kurzen

Die Situation

Die gute Nachricht vorab: Die Anzahl Menschen, die in extremer Armut leben, konnte in den vergangenen Jahrzehnten massiv verringert werden – auch in Afrika südlich der Sahara, wo die Armutsrate am höchsten ist. Laut Definition der Weltbank gilt als arm, wer weniger als 1.90 US-Dollar (kaufkraftbereinigt) am Tag zur Verfügung hat. Während 2002 noch 26 Prozent der Weltbevölkerung unter dieser Grenze lebten, waren es 2012 noch 13 Prozent. Seither geht die Zahl weiter zurück, doch der Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise hat die positive Entwicklung massiv verlangsamt.

Teufelskreis Armut

Die Ursachen der Armut sind oft auch deren Folgen. So fehlen in extrem armen Familien beispielsweise meistens die Zeit und die Kraft für den Schulbesuch. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, denn Armut verhindert Bildung, Bildung aber verhindert Armut. Zudem werden viele Kinder nach ihrer Geburt nicht registriert. Diese Kinder sind für die Regierung und die Behörden «unsichtbar» und haben daher nur beschränkten Zugang zu Gesundheits- und Bildungsangeboten. Gleichzeitig sind sie in höherem Masse dem Risiko von Ausbeutung, Missbrauch und Gewalt ausgesetzt. So sind Armut und fehlende Geburtenregistrierung die Hauptgründe für Kinderhandel wie auch Kinderarbeit.

    So hilft UNICEF

    Die Bekämpfung von Kinderarmut gehört zu den zentralen Anliegen von UNICEF. Das Kinderhilfswerk setzt daher alles daran, die Grundversorgung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und Bildung zu verbessern. Denn Kinder, die arm geboren wurden, bleiben in der Regel ihr ganzes Leben lang arm, wenn sie keine Unterstützung erhalten. Bildung, insbesondere auch für Mädchen, ist der beste Ausweg aus der Armut: Die Erfahrung zeigt, dass Länder ihre Wirtschaft bedeutend stärken können, wenn sie sich auf Gleichberechtigung bei der Ausbildung konzentrieren.

    UNICEF hilft mit gezielten Projekten:

    • Schulbildung auch für Mädchen
    • Einrichtung von Basisgesundheitszentren und Geburtshäusern, um die Kindersterblichkeit langfristig zu senken
    • Förderung der Geburtenregistrierung
    • Stärkung der Gesetzesgrundlage im Kampf gegen Kinderhandel und Kinderarbeit

    Mit Ihrer Spende helfen Sie Kindern, die unter extremer Armut leiden, ihrem Elend zu entkommen und gesund aufzuwachsen. Wir danken Ihnen von Herzen.

    Ihre regelmässige Spende erlaubt uns, Gelder langfristig einzusetzen.
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