Mädchenbildung in Indien

In Indien sind Millionen Mädchen von Geburt an benachteiligt. Ihre Eltern kämpfen oft ums tägliche Überleben, können im Haus und auf dem Feld jede helfende Hand gebrauchen und versuchen die Töchter möglichst schnell zu verheiraten. Im besonders stark betroffenen Bundesstaat Bihar setzt UNICEF darauf, die Eltern direkt anzusprechen und sie für die Bedeutung der Schulbildung zu sensibilisieren.

India 2016
Bildung ist der wirksamste Weg aus der Armut und der beste Schutz vor zu früher Verheiratung. Auch in Indien wird die Lücke zwischen eingeschulten Buben und Mädchen immer kleiner.

© UNICEF/UN063207/Altaf Ahmad

Die Situation

Das indische Gesetz verbietet es Mädchen unter 18 Jahren, zu heiraten. Dennoch waren 27 Prozent der heute 20- bis 24-jährigen Frauen an ihrem 18. Geburtstag bereits Ehefrau. Die allzu frühe Heirat verstösst nicht nur gegen geltendes Recht, sondern führt für die jungen Frauen auch in vielen Fällen zu schweren gesundheitlichen und emotionalen Problemen. Hinzu kommt, dass die meisten von ihnen die Schule abbrechen und keinen Beruf erlernen. Dabei wäre Bildung der Schlüssel für einen Ausweg aus der Armut und ein Leben in Freiheit und Unabhängigkeit.

So hilft UNICEF

Chancengleichheit und Integration sind für UNICEF die wichtigsten Ziele im Bereich der Mädchenbildung. Das Kinderhilfswerk berät das indische Erziehungs- und Bildungsministerium seit mehr als zwanzig Jahren und unterstützt den Staat dabei, entsprechende Strategien auszuarbeiten und umzusetzen.

Investitionen in eine solide Bildung der Mädchen zahlen sich aus: Mädchen, die zur Schule gehen, werden tendenziell seltener in die Frühheirat gedrängt, bekommen später eigene Kinder, erleiden weniger Gewalt und Ausbeutung und entkommen viel eher der Armutsfalle.

Mit einer Projektpatenschaft helfen Sie mit, indischen Mädchen eine Schulbildung und damit ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wir danken Ihnen von Herzen.