Sauberes Wasser für Schulen in Bolivien

In El Alto, der höchstgelegenen Grossstadt der Welt, fehlt es in vielen Schulen an sauberem Wasser und Toiletten. Das begünstigt Durchfall- und andere Infektionskrankheiten und hält Kinder vom Unterricht fern.

Bolivia 2013
© UNICEF/UNI159381/Pirozzi

Die Situation

El Alto liegt im Hochland Boliviens auf rund 4100 Metern über Meer und gilt damit als die höchstgelegene Grossstadt der Welt. 76 Prozent der Bevölkerung gehören der indigenen Volksgruppe der Aymara an. Das rasche Wachstum der letzten Jahrzehnte – mittlerweile sind es über eine Million Einwohner – stellt die Stadt vor grosse Herausforderungen.

Ein Problem sind insbesondere die Wasserversorgung und das Abwassersystem. Davon sind auch Schulen und Kindergärten betroffen: Mehr als ein Viertel der Schulen ist nicht oder nur eingeschränkt in der Lage, sauberes Trinkwasser und funktionierende Toiletten bereitzustellen. Viele Kinder leiden deshalb unter Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen, Haut- oder Augenentzündungen und bleiben allzu oft dem Unterricht fern.

So hilft UNICEF

UNICEF sorgt zum einen dafür, dass die Schulen in El Alto mit sauberem Trinkwasser und funktionierenden Toiletten ausgestattet werden. Je nach Situation werden neue Anlagen installiert oder bestehende instandgesetzt. Ihr Zustand wird zudem regelmässig überprüft.

Zum anderen setzt sich UNICEF dafür ein, dass die Schülerinnen und Schüler wichtige Hygieneregeln befolgen, um Krankheiten vorzubeugen. Dazu zählt insbesondere die Sensibilisierung der Lehrkräfte. Gewohnheiten wie regelmässiges Händewaschen nehmen die Kinder mit nach Hause, so dass auch ihre Familien und die ganze Gemeinschaft von den Verbesserungen in der Schule profitieren.

«Sauberes Wasser für Schulen in Bolivien» ist das Thema der Sternenwoche 2018. Mit kreativen Ideen sammeln Kinder aus der Schweiz Spenden für ihre Altersgenossen in El Alto. Ein grosses Dankeschön an alle Mädchen und Buben, die bei der Aktion mitmachen!


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