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1,4 Millionen Kindern droht der Hungertod

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21. Februar 2017 - 10:48

«Noch können wir Leben retten – doch für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab.» In vier Krisenregionen Afrikas nimmt die Hungersnot dramatische Ausmasse an. Fast 1,4 Millionen Kinder leiden an schwerer akuter Mangelernährung.

In den Krisenregionen von Nigeria, Somalia, dem Südsudan und Jemen droht fast 1,4 Millionen schwer mangelernährten Kindern der Hungertod. «Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab», sagt UNICEF Direktor Anthony Lake. «Noch können wir viele Leben retten. Die schwere Mangelernährung und die sich abzeichnende Hungersnot sind weitgehend menschengemacht. Wir müssen schneller handeln und dürfen es nicht zulassen, dass sich die Tragödie der Hungersnot von 2011 am Horn von Afrika wiederholt.»

Für Teile des vom Bürgerkrieg zerrissenen Südsudans hat die Uno gestern offiziell eine Hungersnot ausgerufen – zum ersten Mal überhaupt seit 2011. 270 000 Kinder sind stark unterernährt, rund 5 Millionen Menschen leiden unter der Nahrungsmittelunsicherheit. Diese Zahl dürfte in den kommenden Monaten weiter zunehmen, wenn nichts gegen die Krise unternommen wird.

Im Nordosten von Nigeria wird die Zahl der schwer mangelernährten Kinder dieses Jahr voraussichtlich auf 450 000 ansteigen. Ausgehend vom Staat Borno, der für Hilfsorganisationen erst seit kurzem wieder zugänglich ist, hat sich die Hungersnot inzwischen auf weitere Gebiete ausgedehnt.

In Somalia leidet die von jahrzehntelangen Konflikten ohnehin geschwächte Bevölkerung derzeit unter einer aussergewöhnlichen Dürre. Fast die Hälfte der Bevölkerung, 6,2 Millionen Menschen, sind von der Nahrungsmittelunsicherheit betroffen und benötigen humanitäre Hilfe. Geschätzte 185 000 Kinder sind schwer akut mangelernährt, und es ist zu befürchten, dass sich die Zahl in den nächsten Monaten auf 270 000 erhöht.

Dramatische Ausmasse nimmt die Mangelernährung auch in Jemen an, wo seit zwei Jahren ein furchtbarer Bürgerkrieg herrscht. 462 000 Kinder leiden mittlerweile unter schwerer akuter Mangelernährung – fast dreimal so viele wie 2014.

Zusammen mit Partnern plant UNICEF dieses Jahr 220 000 schwer mangelernährte Kinder in Nigeria zu behandeln, je 200 000 im Südsudan und in Somalia sowie 320 000 in Jemen. Wir sind dringend auf weitere Spenden angewiesen, um diesen Kindern helfen zu können.

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