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Youth Day: Das Online-Leben und KI aus Sicht junger Menschen

Das Internet prägt den Alltag von Kindern und Jugendlichen - zunehmend auch künstliche Intelligenz. Eine weltweite UNICEF-Umfrage mit mehr als 211 300 Teilnehmenden aus über 119 Ländern zeigt, was Online-Sein für junge Menschen bedeutet und welchen Stellenwert künstliche Intelligenz (KI) hat.

Youth Day
Eine KI-generierte Illustration einer Gruppe junger Menschen im Austausch miteinander und im Umgang mit digitalen Endgeräten.

Am 12. August ist Internationaler Tag der Jugend. Unter dem diesjährigen Motto «Unterschiedliche Lebensrealitäten, gemeinsame Ziele» rücken die Vereinten Nationen die Anliegen, Perspektiven und Beteiligung junger Menschen weltweit in den Mittelpunkt. Zu diesem Anlass veröffentlicht UNICEF die Ergebnisse einer Umfrage. Zwischen Januar und Juni 2026 wurden junge Menschen dazu befragt, wie sie den digitalen Raum erleben. Im Zentrum standen die von ihnen genutzten Apps und Websites, ihre Gefühle und Erfahrungen online sowie die Frage, wie die digitale Welt sicherer und förderlicher gestaltet werden kann. Auch die Rolle von KI war Teil der Umfrage. 

Online sein bedeutet Austausch und Lernen

Für die Befragten ist der digitale Raum vor allem eine Möglichkeit für sozialen Austausch und Bildung: 32 Prozent nennen den Kontakt mit Familie und Freundinnen und Freunden als wichtigsten Vorteil des Internets, 31 Prozent das Lernen. 

Gleichzeitig besteht bei der Beteiligung Verbesserungsbedarf. Zwar finden 64 Prozent, dass die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen über Apps und Websites immer oder zumindest manchmal berücksichtigt werden. Mehr als ein Viertel ist jedoch der Ansicht, dass dies selten oder nie geschieht. 

KI gehört für viele bereits zum Alltag

Zwei von drei Befragten nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, 45 Prozent sogar mindestens einmal täglich. Viele gehen kritisch mit KI-generierten Informationen um: Mehr als drei von fünf überprüfen sie mithilfe anderer Quellen oder stellen Rückfragen. Andere vertrauen den Ergebnissen vorbehaltlos oder wissen nicht, wie sie diese einordnen sollen.

Die Ergebnisse zeigen zugleich digitale Ungleichheiten. Unter denjenigen, die KI nicht nutzen, wissen 37 Prozent nicht, was KI ist, und 25 Prozent haben keinen Zugang dazu. Es braucht deshalb altersgerechte digitale Bildung, verlässliche Informationen und einen gerechten Zugang zu digitalen Möglichkeiten.

Kinderrechte von Anfang an berücksichtigen

Aus Sicht von UNICEF müssen die Kinderrechte auch in der digitalen Welt konsequent umgesetzt werden. Dazu zählen neben Schutzrechten auch Förderungs- und Beteiligungsrechte. Kinder und Jugendliche sind nicht bloss Nutzende digitaler Angebote: Sie haben ein Recht darauf, bei der Gestaltung digitaler Räume gehört und einbezogen zu werden. Digitale Angebote und KI-Systeme müssen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen von Anfang an berücksichtigen – Sicherheit soll kein nachträglicher Zusatz sein.