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Ukraine: Bildung unter Beschuss – Luftalarm an fast zwei Dritteln der Schultage

Luftalarm, Angriffe und Flucht prägen das Aufwachsen der Kinder in der Ukraine. UNICEF leistet Nothilfe und setzt sich dafür ein, den Kindern langfristig Perspektiven zu ermöglichen.

Ukraine
Die sechsjährige Alina malt in einem Klassenzimmer in Krywyj Rih, Ukraine. Dank eines von UNICEF und der EU unterstützten Schutzraums können Kinder trotz anhaltender Luftalarme wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.

Der Unterricht für Kinder in der Ukraine wird infolge eskalierender Angriffe immer wieder durch Luftalarm unterbrochen. Die Auswirkungen der anhaltenden Angriffe sind auch für Kinder in Klassenzimmern im ganzen Land spürbar.

Seit Beginn des Schuljahres 2026/2027 waren Kinder während der Schulzeit durchschnittlich 34 Stunden von Luftalarm betroffen. Das entspricht mehr als 13 Prozent der geplanten Unterrichtsstunden. Die Daten reichen bis einschliesslich 20. Oktober.

Zwischen September und Oktober 2026 gab es an knapp zwei Dritteln der Schultage (65,9 Prozent) Luftalarm. Im selben Zeitraum des Jahres 2025 fiel der Unterricht an rund einem Drittel der Schultage (37,4 Prozent) aus. Die durchschnittliche Dauer der Alarme während der Schulzeit hat sich von September 2025 bis September 2026 fast verdoppelt.

Fast 2 000 Angriffe auf Bildungseinrichtungen

In Kyjiw stieg die Zahl der Luftalarme während der Schulzeit von zwölf im September 2025 auf 71 im September 2026. In den Regionen Dnipropetrowsk, Kirowohrad und Charkiw waren Kinder während der Schulzeit mehr als 60 Stunden von Luftalarm betroffen. Das entspricht etwa einem Viertel der geplanten Unterrichtsstunden. Davon waren mehr als 560 000 Kinder betroffen.

Die 15-jährige Katia aus der Region Mykolajiw sagt: «Ich bin gerade erst wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehrt; dennoch verbringen wir wegen der Luftangriffe immer noch den grössten Teil unseres Schultages in einem Schutzraum. Unter diesen Bedingungen ist es schwierig, sich zu konzentrieren und richtig zu lernen.»

Seit Beginn des umfassenden Krieges haben die Vereinten Nationen fast 2 000 Angriffe auf Bildungseinrichtungen verifiziert, darunter allein rund 270 in diesem Jahr.

Jedes Kind hat das Recht, in Sicherheit zu lernen

UNICEF arbeitet weiterhin mit der ukrainischen Regierung und Partnern zusammen, um sicheres Lernen zu fördern, unter anderem durch verbesserte Schutzräume in Schulen, Massnahmen zum Nachholen versäumter Lerninhalte und Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit.

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