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Eine Frau füttert ein Kind mit Erdnusspaste

Mangelernährung stoppen

Weltweit leiden Millionen Kinder an Mangelernährung. Besonders stark betroffen ist Zentralafrika, insbesondere der Sudan, Südsudan und der Tschad. Die dort herrschende Armut wird durch den Krieg im Sudan verschlimmert. UNICEF ist vor Ort an der Seite der Kinder.

Ihre Spende kommt an

  • 1 Überlebenspaket* für CHF 65
  • 100 Franken für 50 Rationen Nothilfe-Nahrung
  • 587 Portionen therapeutische Spezialnahrung für 200 CHF
Spendenbetrag:
CHF

Der Krieg im Sudan hat weitreichende Folgen. Familien und Kinder sind Hunger, Gewalt und Vertreibung ausgesetzt. Mehr als 10 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Viele suchen auch Schutz in Nachbarländern. Mehr als 570 000 Kinder sind in den Tschad geflohen. Aber auch dort ist die Situation schwierig: Es gibt viel Armut, zu wenig Essen und oft kein sauberes Wasser. Darum ist es wichtig, dass sowohl den geflüchteten Familien aus dem Sudan als auch den Menschen im Aufnahmeland geholfen wird.

Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet, in dieser Situation eine Mangelernährung zu entwickeln. In den ersten Lebensjahren kann das ihre Entwicklung lebenslang beeinträchtigen – ihr Körper und ihre Psyche können bleibende Schäden davontragen.  Laut dem aktuellen UN-Bericht The State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI) sind weltweit rund 43 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt, haben also ein zu geringes Körpergewicht für ihr Alter. 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind chronisch mangelernährt, das heißt, dass sie für ihr Alter zu klein sind.  

Kaum war Genan auf der Welt, starb ihre Mutter. Ihre Tante Rehab nahm das Neugeborene auf. 
Der schwierige Start ins Leben verkomplizierte sich. Genan wurde immer schwächer und musste dringend ins Spital. Sie war schwer akut mangelernährt, ein lebensbedrohender Zustand. 
In einem von UNICEF unterstützten Spital in Damazine im Sudan, konnte Genan behandelt und mit therapeutischer Spezialnahrung gerettet werden.
Nach zweimonatiger Behandlung hat sich Genans Gesundheitszustand verbessert. Ihr Gewicht stieg von 3 auf 5,4 Kilogramm. 

Wie Genan leiden Kinder auf der ganzen Welt an Hunger. Wachsen sie in Konflikten auf, ist die Lebensmittelversorgung gefährdet und medizinische Hilfe nur schwer zugänglich. UNICEF konnte Genan auf dem Weg der Genesung unterstützen. Doch viele andere Kinder leiden noch immer an Mangelernährung und sind dringend auf Hilfe angewiesen. Die Klimakrise verschärft die Situation zusätzlich. Denn durch Dürren und Überschwemmungen werden Ernten zerstört. Zudem machen wirtschaftliche Schocks und Inflation Lebensmittel unbezahlbar. Die Folgen davon sind dramatisch. Aktuell sind rund 55 Millionen Kinder weltweit von akuter Mangelernährung betroffen. 

Auch die weltweite Finanzierungskrise  erschwert die Arbeit von UNICEF. Fast 28 000 von UNICEF unterstützte ambulante therapeutische Zentren zur Behandlung von Mangelernährung sind gefährdet – einige mussten ihren Betrieb bereits einstellen.  

Deshalb ist Hilfe dringend notwendig.

Jedes Kind verdient eine Kindheit ohne Hunger. Dank Ihrer Hilfe kann UNICEF weltweit folgende Massnahmen gegen Mangelernährung ergreifen: 

  • Behandlung für mangel- und unterernährte Kinder mit therapeutischer Milch und Spezialnahrung. Die therapeutische Spezialnahrung ist so zusammengesetzt, dass schwer mangelernährte Kinder sie auch im extrem ausgezehrten Zustand zu sich nehmen können. Dazu enthält sie lebenswichtige Vitamine und Mineralien.
  • UNICEF liefert Gesundheitsdienste und lebensrettende Medikamente. In vielen Ländern fehlt eine rechtzeitige medizinische Behandlung, wodurch sich der Zustand der Kinder immer weiter verschlechtert. Gleichzeitig macht die Mangelernährung Kinder wiederum anfälliger für Krankheiten. So entsteht ein tödlicher Teufelskreis. Denn das Risiko, dass ein schwer akut mangelernährtes Kind an gewöhnlichen Infektionskrankheiten stirbt, ist bis zu elfmal so hoch wie bei einem gesunden Kind.  
  • Versorgung von schwangeren Frauen und stillenden Müttern mit Mikronährstoffen, Wurmkuren, medizinischer Versorgung und der Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitaminen und Nährstoffen.
  • Schulung von Gesundheitsmitarbeitenden und Eltern, damit diese bereits frühzeitig gesundheitliche Probleme ihrer Kinder erkennen können. Zum Beispiel im Umgang mit einem speziellen Massband zur Messung des Armumfangs, welches anzeigt, ob die Kinder therapeutische Spezialnahrung brauchen.
  • UNICEF arbeitet mit den Behörden vieler Länder zusammen, um soziale Grundsicherungssysteme für die ärmsten Familien aufzubauen. Dazu gehören auch Bargeldauszahlungen, damit sie lebenswichtige Dinge wie Essen, Wasser, Kleidung oder Gesundheitsversorgung bezahlen können.

Quellen

  1. Title image: © UNICEF/UNI880902/Elfatih