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Verbesserung der Unterrichtsqualität in Bhutan

Bhutan hat in den letzten Jahrzehnten grosse Anstrengungen unternommen, um allen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen und gleichzeitig den Unterricht massgeblich zu verbessern. Kaum profitiert haben jedoch die 7000 Kindermönche und -nonnen, die hinter Klostermauern ein hartes, gesundheitsgefährdendes und wenig kindergerechtes Leben führen.

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Kindermönch in der Klosterschule von Dechen Phodrang
Die Situation

Mehr als 7000 Kinder in Bhutan besuchen Klosterschulen. Bis in die 1960er Jahre waren Klöster im buddhistischen Bhutan die einzigen Bildungsinstitutionen. Seither hat sich parallel dazu der säkulare Schulweg etabliert, wo der Unterricht auf Englisch stattfindet und auf fortschrittlichen Methoden beruht. Klosterschulen hingegen konzentrieren sich auf Religion und Spiritualität, was den Kindern des nur knapp 800 000 Einwohner zählenden Landes kaum Perspektiven eröffnet.

Immer mehr werden dadurch die traditionellen Klosterschulen zu Auffangstationen für Kinder, die durch die sozialen Maschen zu fallen drohen: Waisenkinder, Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen sowie Kinder aus besonders armen Familien finden hinter den Klostermauern Schutz. Doch es ist ein vermeintlicher Schutz, denn das Leben, das sie erwartet, ist hart und selten kindergerecht. Ihre Familien sehen die Kinder manchmal monatelang nicht, denn der Weg nach Hause ist weit und teuer.

Von den kleinen Mönchen und Nonnen werden harte Arbeit und strikte Disziplin verlangt. Einschüchterungen, Drohungen und körperliche Strafen gehören zum Alltag. Die hygienischen und gesundheitlichen Verhältnisse sind prekär: Sauberes Wasser und selbst einfachste sanitäre Einrichtungen fehlen meistens. Oft gibt es nicht einmal Decken zum Schlafen – obschon viele Klöster im Gebirge liegen und im Winter eisige Temperaturen herrschen. Zahlreiche Schüler leiden an Erkrankungen wie Durchfall oder Hautinfektionen.

So hilft UNICEF

In den letzten Jahren hat UNICEF viel Erfahrung gesammelt, wie sich die Klosterschulen kinderfreundlicher und gesünder gestalten lassen. Die grössten Sorgen bereitet das Zusammenspiel von mangelnder Hygiene, fehlenden sanitären Einrichtungen und Krankheiten. UNICEF installiert deshalb Toiletten, Waschmöglichkeiten und Zugang zu sauberem Wasser und hält die Leiter der Klosterschulen dazu an, auf regelmässiges Händewaschen und den Einsatz von Seife zu achten.

Eine weitere Massnahme besteht in der Weiterbildung der Lehrer, damit diese ihren Schülern zumindest Grundkenntnisse der englischen Sprache beibringen können. Davon profitieren heute bereits über 3000 Kinder in 24 Klöstern.

Schliesslich setzt sich UNICEF dafür ein, dass körperliche Strafen – die offiziell verboten sind – auch an Klosterschulen keinen Platz mehr haben. Zum einen werden den Lehrern alternative Disziplinierungsmethoden aufgezeigt, zum andern sollen misshandelte Schüler die Möglichkeit haben, aussenstehende Fachleute über ihre Erfahrungen zu informieren. Denn die Kinderrechtskonvention ist auch hinter Klostern gültig, und tatsächlich war Bhutan 1990 eines der ersten Länder, die die Konvention ratifizierten.

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