Grossbrand im Flüchtlingslager Moria in Griechenland

Ein Feuer hat in der Nacht vom 9. September ein überfülltes Flüchtlingslager auf Lesbos fast vollständig zerstört. UNICEF drückt allen Betroffenen ihr tiefes Mitgefühl aus. Hilfe für die mehr als 4000 Kinder steht bereit. 407 davon sind extrem gefährdet, weil sie ohne Begleitung im Lager leben. 

© UNICEF/UNI367861/Lagoutaris/AFP

Unser Dank gilt vor allem den örtlichen Behörden und den Helfern vor Ort. Erste Hilfsmassnahmen liefen bereits in der Brandnacht an. Die Corona Pandemie erschwert die Arbeiten. Neben schnellem Handeln muss auch die Sicherheit sowie Gesundheit aller gewährleistet werden. Die Lage ist weiterhin komplex und kritisch.

In der Nähe des Flüchtlingslagers Moria steht in Tapuat ein UNICEF Betreuungszentrum für Kinder und Familien. Gemeinsam mit Partnern wurde es zu einer Notunterkunft umfunktioniert. Das Provisorium ist für die am stärksten betroffenen Personen. Darunter befinden sich Kinder ohne Begleitung, schwangere Frauen, sowie Personen im kritischem Zustand. Nach Alternativen wird gesucht. Aktuell sind in Tapuat 150 Kinder ohne Begleitung untergebracht.

Oberste Priorität von UNICEF haben sofort greifende Sicherheits- und Schutzmassnahmen für Kinder vor Ort. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit der griechischen Regierung, dem Sondersekretär zum Schutz von Minderjährigen ohne Begleitung, den örtlichen Behörden sowie unseren UN und NPO Partnern. Die Ereignisse der letzten Nacht zeigen erneut und mit Nachdruck, wie notwendig ein kindgerechter, humaner Migrationsbeschluss innerhalb der EU ist. Nur so werden in ganz Europa die Rechte für jedes Kind angemessen geschützt und gefördert.

Sie können uns unterstützen!

Bei Notsituationen wie dieser gilt es rasch zu handeln. Mit einer Spende zugunsten des Nothilfefonds von UNICEF Schweiz und Liechtenstein tragen Sie dazu bei, dass wir jederzeit einsatzbereit sind. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.