Babys vor HIV/Aids schützen

Jeden Tag werden rund 850 Kinder mit dem HI-Virus angesteckt – die meisten von ihnen während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen. 310 Kinder sterben täglich an AIDS-bedingten Ursachen, meist aufgrund eines unzureichenden Zugangs zu HIV-Präventions-, Pflege- und Behandlungsdiensten. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Babys weltweit lebensrettende Tests und eine wirksame Behandlung bekommen.

South Africa 2014
© UNICEF/UNI182273/Schermbrucker

Jährlich stecken sich ungefähr 130 000 jugendliche Mädchen mit dem Virus an. Weniger als die Hälfte von ihnen (41%) wissen, wo sie sich testen lassen können. Das Risiko, dass sie das Virus während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen auf das Baby übertragen, liegt bei ungefähr 25 Prozent, lässt sich jedoch durch eine professionelle medizinische Beratung und wirksame antiretrovirale Medikamente auf weniger als 2 Prozent reduzieren. Weltweit haben heute rund 80 Prozent der schwangeren Frauen und jungen Mütter Zugang zu entsprechenden Therapien.

Dennoch steckt sich jede Minute und 40 Sekunden ein Kind unter 20 Jahren mit dem HI-Virus an. Von den 2,8 Millionen Kindern und Jugendlichen leben 9 von 10 in Afrika südlich der Sahara. Die Covid-19-Pandemie hat die globale HIV-Bekämpfung zum Stillstand gebracht und dazu geführt, dass viele wichtige Erfolge wieder zunichte gemacht wurden. Ohne rechtzeitige Behandlung stirbt jedes zweite HIV-positive Kleinkind noch vor seinem zweiten Geburtstag. Umso wichtiger ist es, dass Neugeborene so schnell wie möglich getestet werden – und hier besteht noch viel Nachholbedarf: Nur knapp 54 Prozent der Kinder und Jugendlichen von bekanntermassen HIV-positiven Müttern erhielt 2019 innerhalb von zwei Monaten einen HIV-Test. Ebenso hatte nur knapp die Hälfte der HIV-positiven Kinder unter 19 Jahren Zugang zu antiretroviralen Medikamenten.

Babys vor HIV/Aids schützen

Spendenbetrag:

Dennoch werden noch immer jedes Jahr schätzungsweise 150 000 Kinder unter 15 Jahren mit dem HI-Virus infiziert, 85 Prozent von ihnen leben im südlichen Afrika. Ohne rechtzeitige Behandlung stirbt jedes zweite HIV-positive Kleinkind noch vor seinem zweiten Geburtstag. Umso wichtiger ist es, dass Neugeborene so schnell wie möglich getestet werden – und hier besteht noch viel Nachholbedarf: Nur die Hälfte der Kinder von bekanntermassen HIV-positiven Müttern erhielt 2015 innerhalb von zwei Monaten einen HIV-Test. Ebenso hatte nur die Hälfte der HIV-positiven Kinder unter 15 Jahren Zugang zu antiretroviralen Medikamenten.

UNICEF setzt sich dafür ein, dass Mütter und ihre Kinder auf der ganzen Welt Zugang zu Prävention, Beratung, Behandlung und Pflege erhalten. Regierungen und Partnerorganisationen werden dabei unterstützt, flächendeckend HIV-Prävention, Tests und Medikamente zur Verfügung zu stellen – auch in abgelegenen Gebieten, in Krisenregionen und unter marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Die wichtigsten Massnahmen zum Schutz von Neugeborenen sind:

  • Zugang zu freiwilliger, vertraulicher Beratung und HIV-Tests
  • Professionelle medizinische Versorgung während der Schwangerschaft, vor der Geburt und in der Stillzeit
  • Antiretrovirale Therapie für Mutter und Kind

Daneben bekämpft UNICEF wichtige Risikofaktoren wie Armut, Geschlechterungleichheit und mangelnde Bildung.