Mädchenbildung

Rund 61 Millionen Kinder im Primarschulalter gehen nicht zur Schule. Mehr als die Hälfte davon sind Mädchen. Dabei zahlt sich gerade die Investition in Mädchen in vieler Hinsicht aus – auch wirtschaftlich. Bildung ist eine der wirksamsten Lösungen im Kampf gegen Armut und gegen das Bevölkerungswachstum.

Sierra Leone
© UNICEF/UNI150741/Asselin

Die Situation

52 Prozent der Kinder im Primarschulalter, die heute nicht zur Schule gehen, sind Mädchen. Dies ist ein Fortschritt, denn von den rund 760 Millionen erwachsenen Analphabeten sind 63 Prozent Frauen.

Lösung im Kampf gegen Armut

Vor allem in den ländlichen Regionen behalten nach wie vor viele Eltern ihre Töchter traditionell im Haus und verheiraten sie früh. Dabei ist die Mädchenbildung ein zentraler Schlüssel für die nachhaltige soziale, politische und ökonomische Entwicklung eines Landes. Denn ausgebildete Mädchen heiraten später, haben weniger Kinder und lernen, Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria vorzubeugen. Ihre Kinder sind gesünder, besser ernährt und besuchen häufiger die Schule. Bildung ist eine der wirksamsten Lösungen im Kampf gegen Armut und gegen das Bevölkerungswachstum.

So hilft UNICEF

Voraussetzungen schaffen: UNICEF finanziert den Bau von Schulhäusern, bildet Lehrpersonal aus und stellt Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Das Kinderhilfswerk setzt sich für einen obligatorischen, kostenlosen Schulunterricht ein, für das Einrichten sanitärer Anlagen und dafür, dass Kinder in den Schulen eine warme Mahlzeit erhalten.

Ausbilden: UNICEF macht sich weltweit dafür stark, dass alle Kinder – auch Mädchen – die Chance erhalten, lesen und schreiben zu lernen. Ebenso schult das Kinderhilfswerk Lehrpersonen in modernen Unterrichtsmethoden.

Aufklären: Parallel zum Schulunterricht werden die Mädchen in angewandter Gesundheitsvorsorge und Hygiene unterwiesen. Zugang zu Medikamenten und Unterstützung bei der Familienplanung sind für die jungen Frauen von zentraler Bedeutung. Überdies müssen alle Verantwortlichen davon überzeugt werden, dass es langfristig der ganzen Gesellschaft nützt, wenn nicht nur die Buben in den Genuss einer Grundschulausbildung kommen.


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