Wiederaufbau nach Erdbeben in Nepal

Zwei schwere Erdbeben erschütterten Nepal im Frühjahr 2015. Sie verursachten massive Schäden an der Infrastruktur, kosteten 9000 Menschen das Leben und machten 600 000 Familien obdachlos. Nach der lebensrettenden Nothilfe unterstützt UNICEF nun den Wiederaufbau in dem armen Land.

Nepal 2016
© UNICEF/UN017152/Shrestha

Die Situation

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Beben vom 25. April und 12. Mai 2015 zerstörten grosse Teile der bereits schwachen Infrastruktur des Landes und rissen fast 9000 Menschen in den Tod. Schätzungsweise 600 000 Familien verloren ihr Dach über dem Kopf. Manche Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Opferzahlen weit höher liegen. Neben unzähligen Wohnhäusern wurden 26 Spitäler, 900 Gesundheitszentren und 24 000 Klassenzimmer zerstört.

Noch ist die Katastrophe nicht überwunden, viele Familien leben nach wie vor in Notunterkünften und sind auf Hilfe angewiesen. In manchen Regionen Nepals leiden bis zu 40 Prozent der Kinder unter Mangelernährung. Politische Auseinandersetzungen, die unter anderem zu Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff führten, erschweren den Helfern die Arbeit.

So hilft UNICEF

Seit dem verheerenden Erdbeben hat UNICEF weltweit bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar an privaten und öffentlichen Spenden für Nepal erhalten und damit vor allem die etwa 1,1 Millionen Kinder in den 14 am stärksten betroffenen Regionen unterstützt.

  • Gemeinsam mit der nepalesischen Regierung und Partnern vor Ort hat UNICEF beispielsweise Zelte, Medikamente, Hygieneartikel sowie Schul- und Spielsachen bereitgestellt.
  • 650 000 Menschen wurden mit sauberem Trinkwasser versorgt, etwa mithilfe von Wassertanks, Wasserverteilung und Wasserreinigungstabletten. Mit einer Kampagne für sauberes Wasser und Hygiene konnte zudem die Ausbreitung von Cholera eingedämmt werden.
  • 22 Notlager für schwangere Frauen und junge Mütter wurden eingerichtet, in denen sie unter medizinischer Aufsicht ihr Kind zur Welt bringen bzw. versorgen können.
  • UNICEF hat knapp 1400 Not-Klassenzimmer aufgebaut, in denen 135 000 Kinder weiter zur Schule gehen können. Insgesamt 158 000 Kinder haben psychologische Hilfe erhalten.
  • 238 000 besonders Bedürftige haben darüber hinaus Nothilfe in Form einer kleinen Bargeldzahlung bekommen, um sich selber vor Ort mit den nötigsten Gütern zu versorgen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Dieses Projekt ist vollständig finanziert und wird zurzeit umgesetzt. Möchten Sie UNICEF dabei unterstützen, in Katastrophenfällen schnell und koordiniert Hilfe zu leisten? Mit einer Spende in unseren Nothilfefonds helfen Sie mit, Kinderleben zu retten.