© UNICEF/UN0275788/ Huwais

Nothilfe im Jemen

How much would you like to donate?

Nothilfe im Jemen

Der Bürgerkrieg im Jemen zählt zu den grössten humanitären Katastrophen weltweit. Die staatliche Infrastruktur ist weitgehend zusammengebrochen, die Versorgungslage verschlechtert sich laufend. Inmitten dieses Chaos wütet das Coronavirus.  

Kinder

12,2 Mio.
sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Kinder

2 Mio.
sind schwer akut mangelernährt

Menschen

1,71 Mio.
sind innerhalb des Landes auf der Flucht

Die Situation

Seit über fünf Jahren herrscht im Jemen ein Bürgerkrieg, der sich zu einer der grössten humanitären Krisen weltweit entwickelt hat. Rund 80 Prozent der Bevölkerung, darunter rund 12 Millionen Kinder und 6 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter, sind mittlerweile auf humanitäre Hilfe angewiesen. 

Staatliche Infrastrukturen sind weitgehend zusammengebrochen, nur noch knapp die Hälfte aller Gesundheitseinrichtungen sind funktionsfähig. Mehr als 325 000 Kinder unter fünf Jahren sind schwer akut mangelernährt und kämpfen ums Überleben. Die Cholera-Epidemie, die im Oktober 2016 ausbrach, hat bis heute weit über 2 Millionen Menschen erfasst, ein Viertel davon sind Kinder. Sie gilt als eine der schlimmsten aller Zeiten. 

Die Corona-Pandemie hat die Lage der Menschen im Land drastisch verschärft. Der Jemen hat bei Covid-19-Infektionen eine der höchsten Sterblichkeitsraten der Welt. Sie ist fünfmal so hoch wie der globale Durchschnitt. Durch die Ausbreitung des Coronavirus könnten in den nächsten sechs Monaten Zehntausende weitere Kinder eine lebensbedrohliche schwere akute Unterernährung entwickeln, während die Gesamtzahl der unterernährten Kinder unter fünf Jahren auf insgesamt 2,4 Millionen ansteigen könnte.

Geert Cappelaere, Regional Director UNICEF MENAR

«Der Bürgerkrieg im Jemen gilt zu Recht als eine der schlimmsten humanitären Krisen, die die Welt je gesehen hat.»

Geert Cappelaere, UNICEF Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika

So hilft UNICEF

Die Bedingungen für humanitäre Organisationen sind im Jemen denkbar schlecht. Luft- und Seeblockaden erschweren Hilfslieferungen, Kampfhandlungen behindern die Verteilung der Güter. Hinzu kommen Finanzierungslücken. Dennoch gelingt es UNICEF, Hunderttausenden Kindern entscheidend zu helfen:

  • Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, verschifft UNICEF Covid-19-Tests und Schutzmaterial in den Jemen und leistet vor Ort Aufklärungsarbeit.
  • Im Kampf gegen die Cholera und andere Infektionskrankheiten fliegt das Kinderhilfswerk Dutzende Tonnen Impfstoffe, Medikamente und Tabletten zur Wasserreinigung in die betroffenen Gebiete.
  • UNICEF stellt sauberes Trinkwasser bereit, besorgt Benzin für öffentliche Wasserpumpen und richtet sanitäre Anlagen ein.
  • Mangelernährte Kinder werden mit therapeutischer Nahrung und Vitaminen versorgt.
  • Mobile Teams bringen Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel in schwer zugängliche Regionen.
  • UNICEF unterstützt die Aufklärung der Bevölkerung über Blindgänger. Besonders Kinder sind gefährdet, sich beim Spielen zu verletzen.
  • Gemeinsam mit dem Bildungsministerium versucht UNICEF möglichst vielen Kindern den Zugang zum Schulunterricht zu ermöglichen.