Gemeinde Lyss – Nachhaltiges Bekenntnis für Kinder und Jugendliche

Heute Nachmittag hatte die Gemeinde Lyss gleich mehrere Gründe zum Feiern: Nebst zehn Jahren «Kinderfreundliche Gemeinde», dem Schulfest und der Eröffnung des Skateparks wurde die Berner Gemeinde zum dritten Mal mit dem UNICEF Prozesslabel ausgezeichnet.

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Heute Nachmittag überreichte Bettina Junker, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, im Rahmen des Busswiler Schulfests und der gleichzeitigen Eröffnung des Skateparks, dem Gemeindepräsidenten von Lyss, Stefan Nobs, das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde». «Wir dürfen heute einen Meilenstein der Gemeinde Lyss feiern: Vor genau zehn Jahren wurde Lyss zum ersten Mal als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet. Lyss hat damals Pioniergeist gezeigt und eine Vorbildfunktion für andere Gemeinden und Städte in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein eingenommen», sagte Bettina Junker in ihrer Ansprache. «Lyss war und ist ein Leuchtturm in Bezug auf die Kinderfreundlichkeit und bekennt sich damit weiterhin, Kinder und Jugendliche ins Zentrum der Gemeindeentwicklung zu stellen», so die Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz und Liechtenstein. Lyss habe in den letzten Jahren eine starke Partizipationskultur auf- und ausgebaut. Dies zeige sich insbesondere hinsichtlich der Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen. «Auch der aktuelle Aktionsplan sieht die nachhaltige und rechtliche Verankerung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf Gemeindeebene vor – das ist ein Novum in der Schweiz und grossartig. Ich wünsche den Verantwortlichen von Lyss für die kommenden Jahre viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Massnahmen und bedanke mich für das grosse Engagement für Kinder und Jugendliche.»

Gesellschaftliche Solidarität, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ökologische Verantwortung
Für die kommenden vier Jahre möchte die Stadt Lyss bestehende Massnahmen weiterführen und verankern sowie neue Themenbereiche erschliessen. Lyss hat hierfür drei Handlungsfelder definiert: 

  • «Gesellschaftliche Solidarität»: durch Institutionalisierung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen; durch Abklärung, ob eine aufsuchende Jugendarbeit  (Streetwork) aufgebaut werden soll; durch Anerkennung des öffentlichen Raums als wichtiger Aufenthalts- und Entwicklungsort für Kinder und Jugendliche; durch Verbesserung von Betreuungsstrukturen und -angeboten; durch zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Schule. 
  • «Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit»: durch den Erhalt und die Aufwertung der Infrastruktur der Gemeinde, wie beispielsweise von Schulanlagen, die dem Bevölkerungswachstum entsprechend Rechnung trägt.
  • Ökologische Verantwortung: durch die Förderung nachhaltiger, neuer Mobilitätsformen, durch ein gewährleistetes und attraktiveres Angebot des öffentlichen Verkehrs und durch eine qualitativ wertvolle Siedlungsentwicklung im Zentrum der Stadt.

Informationen über die UNICEF Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde»:
www.kinderfreundlichegemeinde.ch