UNICEF ist zutiefst besorgt über die Bilder und Berichte aus Al Fasher in der Region Darfur im Sudan.
Die eskalierende Gewalt in der seit mehr als 500 Tagen belagerten Stadt Al Fasher, bedroht tausende Kinder zusätzlich. Sie sind unerbittlichen Bombardierungen und heftigen Kämpfen ausgesetzt. Zudem fehlt es an Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Medikamenten.
«Kein Kind ist sicher», sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. «Obwohl das volle Ausmass der Auswirkungen aufgrund weitreichender Kommunikationsausfälle noch unklar ist, sind die schätzungsweise 130 000 Kinder in Al Fasher einem hohen Risiko schwerwiegender Rechtsverletzungen ausgesetzt, darunter Entführungen, Tötungen, Verstümmelungen und sexuelle Gewalt.»
Es gibt auch Berichte über die Festnahme oder Tötung von humanitären Helfern.
UNICEF fordert eine sofortige Waffenruhe, um die Gewalt zu beenden, einen sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe, den Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere von Kindern, und die Gewährleistung garantierter sicherer Fluchtwege für Familien, im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht. Die Verantwortlichen für die Verstösse müssen zur Rechenschaft gezogen werden.