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Eine Mutter füttert ihrer einjährigen Tochter therapeutische Spezialnahrung, damit sie wieder zu Kräften kommt.
Nothilfe

Humanitäre Krise im Sudan

Der Sudan steht vor einer humanitären Katastrophe epischen Ausmasses. Es fehlt an Nahrung, sauberem Wasser, Schutz und medizinischer Versorgung. Mehr als 17 Millionen Kinder sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. 

Ihre Spende kommt an

  • Therapeutische Spezialnahrung für 4 Kleinkinder für 6 Wochen für 195 CHF
  • Fünf Erste Hilfe Kits mit u.a. Verbandszeug, Pflaster und sterilen Handschuhen für 135 CHF
  • Entkeimungstabletten für 150 000 Liter sauberes Wasser für 75 CHF 
Spendenbetrag:
CHF

Am 15. April 2023 brachen in der Hauptstadt Khartum gewaltvolle Kämpfe zwischen den «Rapid Support Forces» (RSF) und den sudanesischen Streitkräften (Sudanese Armed Forces) aus, die sich rasch ausbreiteten. Als Folge mussten Millionen Menschen auf der Suche nach Schutz ihre Häuser verlassen und fliehen. Viele kamen dabei ums Leben oder wurden verletzt. Rund 33,7 Millionen Menschen  – das ist mehr als die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung – benötigen dringend humanitäre Hilfe.

Bereits vor Ausbruch der Kämpfe war der Bedarf an humanitärer Hilfe im Sudan auf einem Rekordniveau. Millionen Menschen leben als Binnenflüchtlinge seit Jahren in Flüchtlingscamps und Notunterkünften. Durch den bewaffneten Konflikt erleben wir im Sudan die momentan grösste Vertreibungskrise der Welt. 

Die tödliche Kombination aus Mangelernährung, Massenvertreibung und Krankheit nimmt von Tag zu Tag zu, und wir haben nur ein extrem kurzes Zeitfenster, um einen massiven Verlust von Menschenleben zu verhindern.

Catherine Russel
UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell im Februar 2024

Der aktuelle Konflikt verschärft die ohnehin schon prekäre Situation für Mädchen und Buben zunehmend. Innerhalb des Landes fehlt es an Nahrung, sauberem Trinkwasser, Medikamenten, Treibstoff und Schutz für die betroffenen Kinder. Der Sudan weist weltweit eine der höchsten Mangelernährungsraten bei Kindern unter fünf Jahren auf. Doch die Gesundheits- und Ernährungsdienste werden durch die gewaltvollen Ausschreitungen stark behindert. Das Gesundheitssystem ist überlastet, in überfüllten Notunterkünften häufen sich die Krankheitsausbrüche, darunter auch Masern.

Der Konflikt und die Vertreibung haben schwere psychosoziale Auswirkungen auf die Kinder, ihre Gesundheit und ihre Zukunft. 

Kinder flüchten auf Eseln und suchen in Dörfern Schutz vor den Konflikten im Sudan.
Immer mehr Menschen fliehen vor der Gewalt in das tschadischen Dorf Koufroun an der Grenze zum Sudan. Auf Eseln und Kutschen transportieren die Menschen ihre Habseligkeiten.
Während der Konflikt im Sudan eskaliert, ruht sich eine Gruppe von Flüchtlingen, meist Frauen und Kinder, unter einem Baum aus, um sich vor den hohen Temperaturen zu schützen.
Eine Gruppe, meist Frauen und Kinder, versammelt sich unter einem Baum, um sich vor den hohen Temperaturen auf der Flucht zu schützen.
Der WASH-Beauftragte von UNICEF, Rodolphe Houlsonron, ist in Koufroun an der Grenze zwischen dem Tschad und dem Sudan. Dort hilft er den Flüchtlingen, die vor den Konflikten geflohen sind.
Der WASH-Beauftragte von UNICEF, Rodolphe Houlsonron, ist in Koufroun an der Grenze zwischen dem Tschad und dem Sudan. Dort hilft er den Flüchtlingen, die vor den Konflikten geflohen sind.

Trotz der gefährlichen Sicherheitslage im ganzen Land ist UNICEF im Sudan für die Kinder und ihre Familien im Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort sind wir bemüht, auch die schwer zugänglichen Regionen zu erreichen und überlebenswichtige Hilfe zu leisten.

Im Jahr 2025 konnten UNICEF und Partner unter anderem:

  • über 4,5 Millionen Kindern und Frauen in allen 18 Bundesstaaten den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten ermöglichen;
  • über 612 000 schwer akut mangelernährte Kinder behandeln – ein Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber 2024;
  • sauberes Trinkwasser für mehr als 15 Millionen Menschen bereitstellen;
  • rund 50 Millionen Impfstoffdosen ausliefern;
  • 3,5 Millionen Kindern Zugang zu Bildung, Schutzmassnahmen und psychosozialer Unterstützung ermöglichen;
  • und dank mobilen Teams und Gesundheitseinrichtungen 6,4 Millionen Menschen in schwer zugänglichen und konfliktbetroffenen Gebieten mit Nothilfe- und Krisenreaktionsdiensten erreichen.

Quellen

  1. Title image: © UNICEF/UN0747463/Zehbrauskas