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Erste internationale UNICEF-Hilfslieferung zur Ebola-Bekämpfung in der DR Kongo eingetroffen

Mehr als 100 Tonnen lebensrettender Hilfsgüter sind in der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Die Lieferung unterstützt die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs und den Schutz von Kindern und Familien in den betroffenen Gebieten.

Entladung der ersten UNICEF-Lieferung mit Ebola-Nothilfegütern am Flughafen Bunia in der DR Kongo am 28. Mai 2026. Die Hilfsgüter unterstützen die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs.
Entladung der ersten UNICEF-Lieferung mit Ebola-Nothilfegütern am Flughafen Bunia in der DR Kongo am 28. Mai 2026. Die Hilfsgüter unterstützen die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs.

Mehr als 100 Tonnen dringend benötigter humanitärer Hilfsgüter sind im Rahmen der UNICEF-Nothilfe für die Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) eingetroffen. Die Europäische Union unterstützt die Lieferung.

Die Hilfsgüter umfassen persönliche Schutzausrüstung für Gesundheitspersonal, Medikamente, Hygienematerialien und medizinische Ausrüstung. UNICEF transportierte die Güter von seinem globalen Beschaffungs- und Logistikzentrum in Kopenhagen mit einem spezialisierten humanitären Luftdienst, der von der Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (ECHO) der Europäischen Kommission unterstützt wird. Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus in den betroffenen Gemeinden einzudämmen.

«Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, um diesen Ausbruch einzudämmen. Die Lage bleibt äusserst besorgniserregend und entwickelt sich laufend weiter. Diese Hilfslieferungen sind entscheidend, um Einsatzkräfte zu schützen und betroffene Gemeinden, darunter Kinder, zu unterstützen», sagt John Agbor, UNICEF-Vertreter in Bunia in der DR Kongo.

Nothilfefonds UNICEF Schweiz und Liechtenstein

Bei Krisen und Konflikten gilt es rasch zu handeln. Mit einer Spende zugunsten des Nothilfefonds von UNICEF Schweiz und Liechtenstein tragen Sie dazu bei, dass wir jederzeit einsatzbereit sind. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Spendenbetrag:
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Die Hilfsgüter kommen fast 100 000 Menschen zugute, darunter Kindern und Familien in Gebieten, die bereits von Vertreibung, Konflikten und einem eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen betroffen sind.

Gemeinsam mit den nationalen Behörden und humanitären Partnern verstärkt UNICEF die Massnahmen in den Bereichen Infektionsprävention und -kontrolle, Versorgung und Logistik, Risikokommunikation und Gemeindeeinbindung sowie Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste. Darüber hinaus unterstützt UNICEF direkt Kinder und Familien, die vom Ausbruch betroffen sind.

«Risikokommunikation und die Einbindung der Gemeinden sind entscheidend für die Eindämmung von Ebola. Frühere Ausbrüche haben gezeigt, dass Vertrauen und die aktive Beteiligung der Bevölkerung für eine wirksame Reaktion unerlässlich sind. Deshalb arbeiten wir eng mit lokalen Gemeinschaften, Gemeindevertreter:innen, religiösen Organisationen, Frauenverbänden, Jugendgruppen und Gesundheitspersonal zusammen, um das Bewusstsein für Ebola zu stärken, Infektionen frühzeitig zu erkennen und sichere Verhaltensweisen zu fördern», sagt Gilles Fagninou, UNICEF-Regionaldirektor für West- und Zentralafrika.

Bis zum 26. Mai 2026 wurden in der DR Kongo 121 bestätigte Ebola-Fälle und 17 Todesfälle unter den bestätigten Fällen registriert. Die nationalen Behörden meldeten zudem insgesamt 1 077 Verdachtsfälle.

Die rasche Ausbreitung des Virus über mehrere Provinzen und Gesundheitszonen im Nordosten der DR Kongo verdeutlicht den Bedarf an koordinierten und nachhaltigen Massnahmen, um Kinder, Familien und Gemeinden zu schützen.

UNICEF hat seine höchste Notfallstufe aktiviert und bereits 5,75 Millionen US-Dollar aus eigenen Kernmitteln bereitgestellt, um den dringendsten Bedarf zu decken. Flexible und zeitnahe Finanzierungen bleiben entscheidend, damit Kinder und Familien weiterhin lebensrettende Unterstützung erhalten.